WILHELMSHAVEN - Der stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Heinz Reinecke hat für seine langjährige, ehrenamtliche Mitarbeit in den Gremien der Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft die goldene Ehrennadel erhalten. Reinecke setzte sich immer für die Belange der versicherten Arbeitnehmer ein. So wirkte er unter anderem mit bei der Unfallverhütungsvorschrift, bei der medizinische Betreuung in Mittel- und Kleinbetriebe und bei der Einführung der Sicherheitsbeauftragten in Unternehmen.

Bewegte Zeiten hat Reinecke während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit durchgemacht. Die Landschaft der Berufsgenossenschaften hat sich seit 1993 stark gewandelt. So wurden die früher 25 gewerblichen Berufsgenossenschaften durch Fusion auf heute nur noch neun Genossenschaften reduziert.

„Damit ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht; durch weitere Vorgaben der Politik wird letztendlich nur noch eine einzige Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung übrig bleiben“, befürchtet Heinz Reinecke.

Auch wird immer wieder versucht das Leistungsrecht anzugreifen. Stelle man sich vor, dass der Verlust eines Auges eine Minderung von 25 Prozent zur Folge hat, sei dies ein gravierender Eingriff. Wie solle ein Berufskraftfahrer mit nur noch einem Auge dann noch seinen Beruf ausüben?