Wilhelmshaven/Berlin - Der Weg für die vierte Stromautobahn, die Windstrom vom Norden Deutschlands in den Süden und Westen bringen soll, ist frei. Der Bundesrat hat am Freitag dem Bundesbedarfsplangesetz zugestimmt, das der Bundestag Ende Januar verabschiedet hatte.
Die Pläne beinhalten unter anderem den „Korridor B“. Dieses neue Gleichstromgroßprojekt besteht nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Tennet aus zwei Verbindungen mit Kapazitäten von je zwei Gigawatt zwischen Wilhelmshaven und Hamm-Uentrop im nördlichen Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Heide (Schleswig-Holstein) und Polsum (NRW).
Laut einem Tennet-Sprecher soll die Leitung, vorrangig als Erdkabel geplant, bis 2030 in Betrieb genommen werden. Der Streckenverlauf ist noch unklar. Die Planungen würden jetzt konkretisiert. Früheren Angaben zufolge liegt das Investitionsvolumen für den rund 267 Kilometer langen Abschnitt von Wilhelmshaven nach Hamm bei rund 1,6 Milliarden Euro.
Die weiteren Stromautobahnen, die schon länger in Planung sind, sind zum einen der sogenannte „Korridor A“, von Emden über Nordrhein-Westfalen bis nach Baden-Württemberg; der „SuedLink“, der auf zwei Trassen von Schleswig-Holstein über Niedersachsen, Hessen und Thüringen nach Bayern beziehungsweise Baden-Württemberg führen soll, sowie der „SuedOstLink“ von Sachsen-Anhalt nach Bayern.
