WILHELMSHAVEN - Die Jade-Weser-Port-Hafengesellschaft will
ihren früheren Chefplaner Wolf-Dietmar Starke möglichst nicht wieder
beschäftigten. Der Geschäftsführer der Hafengesellschaft, Helmut Werner, sagte am Donnerstag, man werde fristwahrend Berufung beim Landesarbeitsgericht Hannover gegen das Arbeitsgerichtsurteil einlegen. Das schriftliche Urteil des Gerichts liege aber noch nicht vor.
Starke hatte gegen seine fristlose Kündigung vom April 2007
erfolgreich vor dem Arbeitsgericht geklagt. Die Gesellschaft hatte
ihm eine zu große Nähe zum Bauunternehmen Bunte aus Papenburg
vorgeworfen, dessen Angebot Starke favorisiert haben soll. Nach dem
Urteil des Arbeitsgerichts reichten diese Gründe nicht für eine
fristlose Entlassung. Deshalb müsse die Gesellschaft den Planer zu
den bisherigen Vertragsbedingungen bis Anfang 2010
weiterbeschäftigen.
NWZ-Spezial zum Jade-Weser-Port
Nach Ansicht von Werner ist eine Weiterbeschäftigung von Starke
auch eine Frage der Gestaltung der Zukunft. Denn vom 1. August
an steuert an neuer Geschäftsführer den Bau des Tiefwasserhafens. Der
Wasserbauingenieur Axel Kluth löst die bisherige Doppelspitze mit
Werner und dem bremischen Hafenmanager Jürgen Holtermann ab. Das
Verhältnis der beiden gilt als gespannt und von Misstrauen geprägt. Mit dem neuen Chef soll endlich Ruhe einkehren.
