WILHELMSHAVEN - Der frühere Chefplaner des Jade-Weser-Ports,
Wolf-Dietmar Starke, darf laut einem Medienbericht nicht an seinen
Arbeitsplatz zurückkehren. Wie NDR 1 Niedersachsen am Donnerstag
berichtete, empfiehlt der Aufsichtsrat der
Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft der Geschäftsführung, gegen
Starke erneut eine außerordentliche Kündigung auszusprechen. Eigentlich hätte er nach einem Urteil des Arbeitsgerichts Wilhelmshaven am Freitag wieder seine Arbeit in der Gesellschaft aufnehmen sollen.
Der Aufsichtsrat begründete die Kündigung in einem dem Sender
vorliegenden Beschlussvorschlag mit der Sicherung des
Betriebsfriedens. Der Chefplaner habe dem Projekt und den
Landesregierungen von Bremen und Niedersachsen bereits Schaden
zugefügt. Er habe zwar weiter die Unterstützung einzelner
Mitarbeiter, im Fall seiner Beschäftigung seien aber dauerhafte
Differenzen in der Gesellschaft zu befürchten. Deshalb seien die
notwendigen Schritte, mit dem Ziel einer endgültigen Trennung
unverzüglich einzuleiten, heißt es in dem Aufsichtsratsbeschluss.
Die Realisierungsgesellschaft hatte Anfang April 2007 die
Kündigung gegen Starke ausgesprochen. Sie warf ihm im Zusammenhang mit
dem Vergabeverfahren eine zu enge Verbindung mit dem Bauunternehmen
Bunte vor. Das Arbeitsgericht Wilhelmshaven hatte geurteilt, dass die
vorgetragenen Gründe eine außerordentliche Kündigung nicht
rechtfertigen.
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