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Hafen Das Leben im Jade-Weser-Port beginnt

WILHELMSHAVEN - Der neue Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) brachte es auf den Punkt: „Heute beginnt der Hafen zu leben.“ Neun Monate vor der geplanten Inbetriebnahme des neuen Wilhelmshavener Containerhafens Jade-Weser-Port begannen am Freitag mit einem symbolischen ersten Spatenstich die Bauarbeiten für das Umschlagzentrum der Logistikfirma Nordfrost aus Schortens (Landkreis Friesland).

Nordfrost ist das erste Unternehmen, das auf der neu angespülten Hafenfläche baut. 20 Hektar hat sich der Tiefkühlspezialist, der in Deutschland mit 2500 Mitarbeitern 40 Kühlhäuser betreibt, gesichert. Darauf entsteht für 90 Millionen Euro ein 65 000 Quadratmeter großer Komplex, in dem nicht nur Tiefkühlware umgeschlagen werden soll.

Firmeninhaber Horst Bartels: „Wir werden hier auch Frischobst und Gemüse umschlagen. Das ist für uns ein neuer Geschäftsbereich mit sehr personalintensiven Aufgaben. Die Produkte werden zwischengelagert, sortiert, verpackt, etikettiert und weitertransportiert.“

Ausgelegt sei die Anlage für 500 Arbeitsplätze unterschiedlichster Berufe. Einige Einstellungen für das neue Projekt habe es schon gegeben, so Bartels, und für das geplante Fruchtgeschäft seien auch schon die ersten Aufträge vorhanden. Bartels kündigte außerdem an, dass Nordfrost sich auch um das Thema „General Cargo“ kümmern wolle. Dabei gehe es um alle Güter, die sich im Container transportieren ließen. Nordfrost werde auch Waren annehmen und sie zum Verschiffen bündeln und in Containern verladen.

Die Bedingungen im Jade-Weser-Port seien ideal. Bartels: „Das wird hier ein sehr schneller Hafen, in dem es wegen der besten Anbindung an Autobahn und Bahnlinie im Gegensatz zu anderen Orten kein Verkehrschaos geben wird.“


In den Nordfrost-Komplex werden auch verschiedene Behörden einziehen, um eine wirksame Grenzkontrollstelle pünktlich zum Start des Jade-Weser-Ports am 5. August 2012 sicherzustellen. Zu den Mietern gehören das zuständige Veterinäramt, eine Niederlassung des Pflanzenschutzamtes sowie eine Außenstelle der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung,. Damit entsteht erstmals in Wilhelmshaven eine Einfuhruntersuchungsstelle für tierische und pflanzliche Produkte.

Grüße vom Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer überbrachte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer. Ramsauer bezeichnete den neuen Hafen als ein Schlüsselprojekt für den deutschen Im- und Export der Zukunft.

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http://www.NWZonline.de/jadeport

Jürgen Westerhoff
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