WILHELMSHAVEN - Die Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft wehrt sich gegen das Urteil des Wilhelmshavener Arbeitsgerichtes, das sie zur Weiterbeschäftigung des vor einem Jahr entlassenen technischen Chefplaners Wolf-Dietmar Starke verpflichtet. Gegen den Richterspruch soll „fristwahrend Berufung“ eingelegt werden.
Nach Informationen dieser Zeitung will die Hafenrealisierungsgesellschaft mit dem juristen Schritt dem künftigen Geschäftsführer Axel Kluth den Rücken für eine eigene Entscheidung freihalten. Kluth tritt sein Amt am 1. August als Nachfolger der beiden jetzigen Geschäftsführer Helmut Werner und Jürgen Holtermann an. Deren Verhältnis gilt als gespannt und von Misstrauen geprägt.
Mit Axel Kluth wollen die Hafen-Gesellschafter Niedersachsen und Bremen einen personellen Neuanfang nach den Querelen, Pleiten und Pannen der Vergangenheit einleiten. Der neue Mann soll nun weder in der einen noch in der anderen Richtung personell festgelegt werden.
Trotz der angekündigten Anrufung des Landesarbeitsgerichts in Hannover bleibt die Gesellschaft verpflichtet, Starke wieder zu beschäftigen. Einen verbindlichen Termin für seine Rückkehr gibt es noch nicht. Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Werren, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, hatte nach dem Spruch des Arbeitsgerichts den 1. August als mögliches Rückkehrdatum genannt. Dagegen gibt es angeblich Widerstände aus Bremen. Von dort aus war auch die Starke-Entlassung betrieben worden.
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