WILHELMSHAVEN - Zahlreiche Munitionsfunde behindern die Bauarbeiten am Wilhelmshavener Containerhafen Jade-Weser-Port. Wie die Realisierungsgesellschaft am Dienstag bestätigte, wurden seit Baubeginn bereits elf Wurfgranaten bei den Baggerarbeiten gefunden – jeweils mit einem mehrstündigen Stillstand des Baggers verbunden. Um die Wartezeiten zu verkürzen, soll eine private Firma mit der Kampfmittelräumung beauftragt werden.
Im Gespräch mit der NWZ hat der Koblenzer Meersbiologe Stefan Nehring heftige Vorwürfe gegen die Verantwortlichen der Baustelle erhoben. Offenbar habe es vor Baubeginn keine seriösen Untersuchungen gegeben, obwohl bekannt sei, dass die Jade mit alter Munition „regelrecht verseucht“ sei.
Region, S.10
