WILHELMSHAVEN - Der Ex-Chefplaner des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven, Wolf-Dietmar Starke, hat einen Bericht des Weser-Kuriers (Bremen) dementiert, er habe sich im Kündigungsstreit mit der Jade-Weser-Port-Gesellschaft geeinigt und werde einen sechsstelligen Betrag als Abfindung erhalten. Es gebe zwar Verhandlungen, diese seien jedoch „noch nicht abgeschlossen“, sagte Starke der NWZ am Mittwoch. Für die Hafengesellschaft verneinte Justitiar Hans-Henning Pötter ebenfalls den Abschluss eines Vergleichs.

Starke hatte sich im Frühjahr 2007 vor dem Arbeitsgericht Wilhelmshaven erfolgreich gegen seinen Rauswurf bei der Hafen-Gesellschaft gewehrt. Der Ingenieur war entlassen worden, weil ihm während des Vergabeverfahrens für den Hafenbau eine zu große Nähe zur Bietergemeinschaft um das Papenburger Bauunternehmen Bunte unterstellt worden war. Der Urteilsspruch verpflichtete die Gesellschaft, den technischen Leiter des Projektes vertragsgemäß weiterzubeschäftigen.

Die Jade-Port-Gesellschaft hatte daraufhin mit einer erneuten Kündigung versucht, das Urteil zur Weiterbeschäftigung Starkes zu umgehen. Die Verhandlungen zwischen beiden Parteien werden mit dem Ziel geführt, die von Starke beim Arbeitsgericht erhobene Klage auf Weiterbeschäftigung zu erledigen.