WILHELMSHAVEN - Um 10 Uhr war es soweit: Die Besatzung der Fregatte Augsburg trat gestern auf dem Hubschrauber-Landedeck an, um ihren scheidenden Kommandanten, Fregattenkapitän Christoph Mecke, zu verabschieden und den Neuen, Fregattenkapitän Bernhard Veitl, zu begrüßen.
Im Rahmen der Kommandoübergabe resümierte der scheidende Alte über die vergangen fast zwei Jahre unter seinem Kommando. Mecke leitete seine Ansprache rhetorisch ein mit den Worten: Ist es nicht schön? Ja, es ist nicht schön! Er müsse jetzt den Job abgeben, von dem er seit seinem fünften Lebensjahr geträumt habe. Die Zeit im Kommando beschrieb er als ein bisschen kurz, klasse, erfolgreich. Während der Seefahrten habe ihm die stabile Basis zu Hause immer den Rücken gestärkt. Sein Dank galt weiterhin allen, die im Verlaufe der Operation Enduring Freedom am Horn von Afrika schnelle und unbürokratische Hilfe geleistet hatten. Die Augsburg hat von September 2009 bis März 2010 an diesem Einsatz teilgenommen. Mecke unterstrich auch die Verbundenheit zur 800 Kilometer entfernten Patenstadt Augsburg. Zu guter Letzt dankte er seinem tollen Team, seiner Besatzung, mit den für ihn typischen zwei Worten: Well done! (dt. Gut gemacht!). Im Anschluss lobte der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders, Fregattenkapitän Christoph Müller-Meinhard, Mecke für seine Dienste. Er sei ein Kommandant mit Herz, Verstand und dem nötigen Humor.
Der neue Kommandant ist gebürtiger Regensburger und im Jahr 1986 in die Marine eingetreten. Bernhard Veitl sammelte als Schnellbootkommandant und bei verschiedenen Verwendungen an Bord von Fregatten Erfahrung als Seeoffizier. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Jever.
Christoph Mecke arbeitet künftig im Führungsstab der Streitkräfte in Bonn.
