Wilhelmshaven - Das Land Niedersachsen unterstützt die Stadt Wilhelmshaven für zwei Projekte zur Integration von Flüchtlingen mit 1,27 Millionen Euro. Damit stockt das Land die Hilfe für Wilhelmshaven auf. Die Stadt hat bereits im Jahr 2017 rund 2,5 Millionen Euro aus dem Integrationsfonds des Landes Niedersachsen erhalten hat, erläuterte der Sprecher des Innenministeriums, Matthias Eichler.
Ein Projekt zur Qualifizierung und Integration von Migranten auf dem Arbeitsmarkt wird mit 881 000 Euro gefördert. Außerdem erhält die Stadt 386 000 Euro für die Inbetriebnahme der ehemaligen Realschule an der Paul-Hug-Straße als Außenstandort der Oberschule Stadtmitte (die Gesamtkosten für diese Maßnahme belaufen sich auf 760 000 Euro).
Im Rahmen des Projektes der Wilhelmshavener Volkshochschule (Qualifizierung für den Arbeitsmarkt) sollen anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte durch intensive Begleitung in Sprache, beruflicher Vorqualifizierung und Alltagsfragen so weitergebildet und geschult werden, dass sie in Arbeit und Ausbildung kommen. Ein Teilprojekt widmet sich besonders der Qualifizierung von Frauen und Müttern. Das Projekt soll bis Mitte 2020 laufen. Es ist eng mit dem Jobcenter Wilhelmshaven abgestimmt. Nur durch eine ausreichende Bildung und Qualifizierung könne ein Ankommen und der dauerhafte Verbleib der anerkannten Flüchtlinge im ersten Arbeitsmarkt gewährleistet werden, sagte Eichler.
Mit der Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Realschule als Außenstandort der Oberschule Stadtmitte wird dem hohen Anteil von Flüchtlingsfamilien in der Wilhelmshavener Südstadt entsprochen. Zur Verhinderung von Brennpunktbildungen kann so wohnortnah zusätzlicher Schulraum geschaffen werden. Außerdem könnten Schülerinnen und Schüler bereits frühzeitig und nachhaltig integriert werden.
Die Stadt Wilhelmshaven hatte bereits im Jahr 2017 rund 2,5 Millionen Euro zum Bau von zwei Kindertagesstätten und zum Umbau der Oberschule aus dem Integrationsfonds erhalten, den das Land Niedersachsen als Teil eines Soforthilfeprogramms zur Unterstützung von Kommunen mit verstärktem Zuzug anerkannter Flüchtlinge aufgelegt hat.
Insgesamt stellt das Land in den Jahren 2017 und 2018 jeweils zehn Millionen Euro zur Verfügung, um den besonders vom Zuzug von Flüchtlingen betroffenen niedersächsischen Städten bei der Umsetzung von Integrationsprojekten zu helfen.
