WILHELMSHAVEN/OLDENBURG - Die Wilhelmshavener Raffinerie hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zur geplanten Modernisierung und Erweiterung genommen. Das Oldenburger Gewerbeaufsichtsamt wird am heutigen Freitag die Sicherheits- und Umweltaspekte der anstehenden Zwei-Milliarden-Euro-Investition genehmigen und damit grünes Licht für die Fortsetzung des Projektes geben.
Der Bescheid wird der Raffinerie zuerst elektronisch per E-Mail zugestellt. Die unterschriebene Papierfassung mit etwa 200 Druckseiten wird in der kommenden Woche nachgereicht.
In der Genehmigung geht es neben Fragen der Betriebssicherheit um Vogel- und Naturschutz sowie um Luftreinhaltung. Dabei werden unter anderem Vorher-Nachher-Vergleiche möglicher Geruchsbelästigungen vorgenommen. Das geschieht mit „olfaktometrischen Untersuchungen“, bei denen eine Gruppe amtlich bestellter „Schnüffler“ tatsächlich die Gerüche mit der Nase aufnimmt und in Bewertungslisten überträgt.
Die Genehmigung ist in mehreren Punkten mit sogenannten Auflagenvorbehalten versehen. Dabei geht es um technische Fragen, die sich erst während der jetzt anstehenden Feinplanung und Realisierung endgültig bewerten lassen.
„Hoch zufrieden“ äußerte sich Raffinerie-Geschäftsführer Eckard Heyse gegenüber dieser Zeitung über die zügige Bearbeitung des Antrags: „Da haben alle hochkonzentriert und sachbezogen gearbeitet.“ Ähnlich positiv sah auch Walter Kulisch, zuständiger Abteilungsleiter der Gewerbeaufsicht die Zusammenarbeit. Unmittelbar bevor steht nach Informationen dieser Zeitung auch die wasserrechtliche Genehmigung der Raffineriepläne. Die letzte Investitionsentscheidung auf Konzernebene soll im Oktober getroffen werden.
