WILHELMSHAVEN - „Crew und alle Mitsegler der „Abel Tasman“ sofort auf die Bühne“, verkündete Markus Bulla, Vorstand der JadeWeserPort-Cup AG, am Freitag um 16.30 Uhr. Mit genau 48 Sekunden Vorsprung vor der „Twister“ und mehr als zwei Minuten schneller als die „Thalassa“, hatte der Gaffelschoner – zum ersten Mal – die Schülerregatta 2010 gewonnen.

Begeistert darüber waren neben Kapitän Jeroen Postuma vor allem die 19 mitgesegelten Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe Windrad der GPS und die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse des KKG Wilhelmshaven. Sie gehörten zu den rund 650 jungen Menschen, die auf elf Großseglern an der siebten Schülerregatta des JadeWeserPort-Cups teilnehmen durften.

Um 10 Uhr hieß es für sie bei Windstärke 5 aus Süd-Ost „Leinen los“, um etwa 14 Uhr hatte alle Großsegler die Ziellinie der etwas verkürzten Fahrtstrecke passiert.

„Das ist spannend“, „Die Schiffe sind so schön“ und „Es macht einfach Spaß“, so lauteten die Begründungen der Schülerinnen und Schüler, von denen die meisten sich schon als „Wiederholungstäter“ bezeichnen konnten. Trotz der unangenehm feucht-kalten Temperaturen packten die meisten Mitsegler kräftig mit an. „Wir sind ja schon einen Tag früher da, es macht einen Riesenspaß und außerdem ist es die beste Werbung für unsere Schiffe“, erklärte der „Abel Tasman“-Kapitän seine Bereitschaft, auch mit den jungen Gästen Regatta zu fahren.

„Wir wollen gewinnen!“, hieß dagegen die einhellige Meinung der „Wohngruppe Windrad“. Ein Wunsch, der dann ja postwendend erfüllt wurde.


Kurz vor dem Regattastart rutschte ein Matrose der „Pedro Donker“, der beim Segelsetzen auf der Spitze des Klüverbaums stand, ab und fiel in die eiskalte Nordsee. Dank des sofort von der „Abel Tasman“- Crew zu Wasser gelassenen Beiboots dauerte das Bad in der ruhigen See allerdings nur zwei Minuten und auch auf den Einsatz des Regattaarztes konnte verzichtet werden.

„Pedro Donker“-Kapitänin Dagmar Schaefers betonte, dass zu keiner Zeit Gefahr für die Kinder und jungen Erwachsenen bestanden habe.