WILHELMSHAVEN - Die Anbindung des Jade-Weser-Port per Straße und per Schiene an das Hinterland liegt der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung (WHV) um Präsident John H. Niemann besonders am Herzen. Das wurde am Dienstag beim Besuch der FDP-Europaabgeordneten Gesine Meißner (Wennigsen) deutlich.

Niemann lobte die zügigen Arbeiten von DB Netz auf der Strecke, um die Zweigleisigkeit von Oldenburg zum Hafen bis Jahresende zu schaffen. „Es muss weiter finanziert werden: über die 208 Millionen Euro, die bis Frühjahr 2013 verbaut werden, hinaus“, sagte Niemann. „Da helfen keine leeren Versprechungen.“ Auch in Oldenburg müsse sich etwas tun. Eine Umgehung werde es wohl nicht geben: Zu teuer und angesichts von Naturschutzgebieten nicht zu realisieren.

Neben dem ­Jade-Weser- Port sei die geplante Küstenautobahn A 20 besonders wichtig. „Diese Autobahn ist eine weitere Chance für die Küstenregion“, betonte Niemann. Niedersachsen werde die Planungen für die A 20 weiter betreiben. Das hätten die Liberalen gerade auf ihrem Landesparteitag so beschlossen, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Susanne Bauermeister.

Die Verkehrswege seien für Logistiker ein entscheidender Faktor, sagte Niemann. Einer der Vorteile, die beim Containerverkehr eher für Wilhelmshaven als für Rotterdam sprächen, ­seien die gut ausgebauten Autobahnen in Deutschland: „Wir sind in zwei Stunden im Ruhrgebiet. Das klappt von Rotterdam aus nicht“

Wilhelmshaven sei auch der ideale Standort für Offshore-Technologie. „Wir haben ein breites Fahrwasser und viel Fläche. Wenn die Kaje weiter ausgebaut werde, könnten große Windräder auch in einem Stück zu den Windparks auf See transportiert werden“, sagte Niemann.