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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Volkswagen lässt sich am Jade-Weser-Port nieder

31.01.2018

Wilhelmshaven Die Entscheidung ist gefallen: Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen siedelt am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ein neues Verpackungszentrum für Autoteile an. Das teilte VW am Dienstag mit. Ab 2019 sollen dort Autoteile von Audi, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge verpackt und für den Transport in 15 Übersee-Länder – darunter Mexiko, China und die USA – vorbereitet werden.

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Damit reagiere Volkswagen auf die steigende Nachfrage nach Fahrzeugen in Übersee. „Die Entscheidung für den Standort Wilhelmshaven ist von strategischer Bedeutung für den Volkswagen-Konzern. Der Jade-Weser-Port ist der einzige Tiefseehafen Deutschlands. Mit dem dortigen Verpackungsstandort schaffen wir die direkte Anbindung an einen Hafen, über den der Transport unserer Teile mit den größten Schiffen der Welt möglich ist“, sagte Thomas Zernechel, Leiter Volkswagen Konzernlogistik.

Das Verpackungszentrum soll auf einem 100.000 Qua­dratmeter großen Grundstück entstehen und vier Hallen mit einer Gesamtfläche von mehr als 40.000 Quadratmetern umfassen. Das Grundstück gehöre dem Land und werde von VW gepachtet. Etwa 7000 Fahrzeugteile der Marken Audi, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge sollen künftig nach Wilhelmshaven geliefert und jede Woche in 250 Container verpackt werden. Das entspricht mehr als 12.000 Containern pro Jahr.

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Den Bau des Verpackungszentrums soll der private Investor Panattoni übernehmen, Baustart soll noch in diesem Jahr sein. Zum Investitionsvolumen und genauen Baubeginn wollte sich Panattoni auf Nachfrage der NWZ zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Eine VW-Sprecherin teilte mit, dass nach aktuellem Stand etwa 350 Arbeitsplätze entstehen sollen. Der Verpackungsbetrieb soll im zweiten Quartal 2019 starten, und werde von einem Logistik-Dienstleister übernommen.

Mit der VW-Entscheidung könnte der Jade-Weser-Port einen weiteren Schub erhalten. Am 22. Januar hatte der Tiefkühllogistiker Nordfrost dort sein neues Tiefkühlhaus in Betrieb genommen. Rund 500 Arbeitsplätze sollen entstehen. Der Container-Terminal ist für einen Jahresumschlag von 2,7 Millionen Standardcontainern (TEU) ausgelegt.

Im Bauausschuss in Oldenburg war jüngst Holger Banik, Geschäftsführer der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft, zu Gast. Er berichtete über die bisherige Entwicklung des Hafens, die Zukunftsaussichten und den bereits erteilten Auftrag zum Beginn der Planungen für die zweite Ausbaustufe des Jade-Weser-Port.

Laut einer Machbarkeitsstudie dürfte der Hafen bereits im Jahr 2025 in seiner heutigen Struktur an die Kapazitätsgrenze stoßen. Banik berichtete, dass dann, wenn der Hafen den Umschlag von einer Million Containern pro Jahr erreicht, sofort die fertige Planung eingereicht werde, weswegen er jetzt schon den Auftrag bekommen habe, darauf vorbereitet zu sein.

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Sabrina Wendt
Redakteurin
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2042

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