WILHELMSHAVEN - Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert sein 25-jähriges Bestehen – nach Ansicht von Naturschützern wird aber noch immer zu wenig für diesen wertvollen Lebensraum getan. Es sei zwar in den vergangenen Jahren Einiges erreicht worden, sagte der Landesgeschäftsführer der Umweltorganisation Bund, Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, in Hannover. Dazu gehöre vor allem die Auszeichnung des Parks als Unesco-Weltnaturerbe. Doch das Wattenmeer müsse noch stärker geschützt werden.
Es gebe zu wenig Personal in den Parks, zu viele Touristen, keine klare Begrenzung der Muschel-Fischerei und Probleme durch Kitesurfer. Zudem dürften zur Anbindung von Offshore-Windparks keine weiteren Kabeltrassen durch das Wattenmeer gelegt werden, forderte Bodenstein-Dresler. Der Nationalpark besteht seit dem 1. Januar 1986.
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) nannte die Gründung des Wattenmeer-Nationalparks vor 20 Jahren einen mutigen Schritt: „Mit der Erhaltung und Entwicklung des ökologisch äußerst vielfältigen Gebietes sind wir Spitze.“ Zugleich kündigte er an, weitere Herausforderungen beim Schutz der Wattenküste „kraftvoll“ anzugehen. Die meisten Bewohner der Region befürworteten inzwischen den Nationalpark.
