Ganderkesee - Zwei Arztpraxen und eine Apotheke, dazu eine Bankfiliale sowie Sozialstation und Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt: Das werden die künftigen Mieter in dem Neubau sein, der an der Stelle des alten Inkoop-Marktes auf dem Eckgrundstück Grüppenbührener Straße/Raiffeisenstraße in Ganderkesee entstehen soll. Investor Hergen Kämena und Architekt Alexis Angelis informierten am Donnerstagabend im Rathaus den Gemeindeentwicklungsausschuss über die Planungen.
„Wir stehen in den Startlöchern“, sagte Angelis. Die Fertigstellung werde für Ende 2015 angestrebt, ergänzte Kämena. „Aber das hängt auch vom nächsten Winter ab.“ Geplant ist ein Winkel-Bau, der, so Angelis, „dem öffentlichen Raum an dieser Stelle neue Strukturen geben soll.“
Der rechte Winkel, den die beiden Gebäudeteile bilden, schafft zur Grüppenbührener Straße hin einen kleinen, begrünten Vorplatz. Ein Durchgang führt zum großen Parkplatz an der Raiffeisenstraße. Dort befindet sich auch die Zufahrt für den Kfz-Verkehr – von der Grüppenbührener Straße kann das Haus nur fußläufig erreicht werden.
Architektonisch werde der zum Teil zweigeschossige Bau den Marktgebäuden von Inkoop und Aldi auf der anderen Seite des Parkplatzes angepasst, erklärte Angelis weiter: Der Stein und das Holz sowie weitere Materalien würden die gleichen sein. Die Märkte und der Neubau sollten als „ein Ensemble“ wahrgenommen werden.
„Sie nehmen die vorhandenen Strukturen auf“, lobte CDU-Fraktionschef Dietmar Mietrach die äußere Gestaltung, „das ist eine gute Ergänzung und passt dorthin.“ Und auch von den Grünen gab es Zuspruch: „Ich finde gut, dass das Gebäude so verhalten wirkt“, sagte Ratsherr Volker Schulz-Behrendt, „ich hatte mir das größer vorgestellt.“
„Mehr erwartet" hatte auch Arnold Hansen von den Freien Wählern – allerdings drinnen: Er wundere sich, meinte er, dass in dem so genannten „Ärztehaus“ nur zwei Arztpraxen Quartier finden. Laut Kämena werden die Praxen Dr. Heimann und Dr. Brockmeyer dort einziehen – ,mit insgesamt sieben Ärzten auf 700 Quadratmetern. „Schade“ fand Christel Zießler (SPD), „dass wir keine weiteren Fachärzte da rein bekommen.“
