Ganderkesee - Das eisige Wetter erschwert vielen Bürgern der Gemeinde Ganderkesee den Alltag. Das Auto muss vom Eis befreit werden, Gehwege und Zufahrten müssen geräumt und gestreut werden. Besonders mit den Witterungsbedingungen zu kämpfen haben aber Ganderkeseer, die draußen arbeiten. So muss auch Friedhofsgärtner Gerald Helmbold den Temperaturen entsprechend Maßnahmen ergreifen: „Beerdigungen werden aber nicht fallen gelassen“, erklärt er, denn „momentan muss man noch nicht mit dem Motorhammer arbeiten“. Der werde aber zum Einsatz kommen, wenn es nächste Woche weiterhin friert. Der Frost bedeute mehr Arbeit, da außer den erschwerten Grabungsarbeiten auch die Wege um den Friedhof sowie die Hauptwege geräumt werden müssten.
Gegen Schnee und Eis
Nicht nur der Friedhofsgärtner hat mit Räumungsarbeiten alle Hände voll zu tun. Auch die Firma Garten- und Landschaftsbau Kreye muss sich um den Schneebefall kümmern: „Bei dem Wetter sind alle Mitarbeiter damit beschäftigt, Wege zu räumen“, erklärt Gärtnermeister Thorsten Riedebusch. Um die Geh- und Zuwege von Privatpersonen kümmert sich auch Wolfgang Diehl von der Firma Ganterservice: „Wenn ältere Leute in Urlaub fahren, räumen wir die Wege ums Haus sowie die Zufahrt.“ Viele Hauseigentümer hätten auch in diesem Jahr wegen Räumungsarbeiten angefragt, da sie in wärmere Gefilde verreisen wollen. Die, die zu Hause bleiben, räumen allerdings den Schnee meistens selbst.
Dem Ganderkeseer Flugplatz scheint das eisige Wetter nicht viel auszumachen: Der Betrieb läuft wie gewohnt weiter, die Piloten wagen sich noch in die Lüfte und „auch den Flugzeugen macht der Frost nichts“, erklärt Chefflugleiter Peter Behlau. Piloten, die in Ganderkesee landen oder abfliegen wollen, werden gewarnt, dass die Bahn vereist, und daher besondere Vorsicht geboten ist.
Durch Frost keine Arbeit
Unterdessen verzögern sich die letzten Arbeiten am Neubau des Gymnasiums Ganderkesee weiter: Die Stahlbauer können witterungsbedingt ihre Arbeit nicht aufnehmen, daher wird die Feuertreppe momentan nicht weitergebaut. So kann das Gebäude immer noch nicht bezogen werden.
Auch Bauunternehmer sind in ihren Arbeiten „witterungsmäßig zur Zeit eingeschränkt“, stellt Maurermeister Werner Bremermann fest. Kleinere Arbeiten in Innenräumen würden noch gemacht, ansonsten warte er auf wärmere Temperaturen.
