Hannover/Bremen - Schnee, Regen und Kälte haben trotz eines guten Konsumklimas das Geschäft einiger Handelsbranchen in Niedersachsen und Bremen im ersten Quartal 2013 gedrückt. „Die Kaufstimmung ist gut. Die Leute haben Lust zu kaufen“, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, Hans-Joachim Rambow.

Einige Anschaffungen würden jedoch witterungsbedingt verschoben. „Niemand kauft heute Stiefmütterchen, weil er sie eh nicht in den Boden bekommt.“ Für die derzeit schlecht laufenden Branchen ist der Geschäftsführer aber optimistisch. „Das wird sich schnell aufhellen.“

Der Konsum sei auf recht hohem Niveau, allerdings gebe es eine Zurückhaltung zum Beispiel bei Frühlingsmode, Schuhen und Gartenmöbeln. „Das hängt vom Wetter ab“, sagte Rambow.

Auch das Geschäft zum Beispiel mit Elektroartikeln könne dies nicht wettmachen, hier liege das Hauptgeschäft ohnehin im Dezember und Anfang Januar. Autos, gutes Essen oder Küchen würden aber dennoch gekauft und die Bilanz ausgleichen. In allen Branchen zusammen habe der Umsatz im ersten Quartal etwa das Volumen wie 2012.

Das Marktforschungsinstitut GfK hatte erst vor wenigen Tagen einen Aufwärtstrend beim Konsumklima in Deutschland prognostiziert. Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen vertritt rund 10 000 Betriebe in beiden Bundesländern.