Ganderkesee/Vielstedt/Delmenhorst - Im April hatte Vorsitzender Rainer Broschk noch die Auflösung seines Vereins „Gnadenhof Ganderkesee-Delmenhorst und umzu“ bekannt gegeben. Nun sieht aber alles anders aus: Der Verein soll weiter bestehen.

Eigentlich war geplant, die Bestände des Vereins „Gnadenhof“ in den Verein „Wir fürs Tier Landkreis Oldenburg und Umgebung“ zu überführen, der eng mit der Hundeschule von Manuela Schoone in Hude-Vielstedt zusammenarbeitet. Doch es habe Unstimmigkeiten gegeben, erklärte Broschk jetzt gegenüber der NWZ. „Es ist immer schwierig mit Leuten, die Tierschutz betreiben. Jeder hat andere Vorstellungen“, sagte Broschk weiter.

Nun sind noch zehn Hunde in privater Pflegschaft. Der Verein bezahlt die Tierarztkosten und braucht dafür weiterhin Spenden. Die Hundestation in Holle (Gemeinde Hude) hatte der Verein „Gnadenhof“ bereits im vergangenen Jahr aufgelöst.

Seit 2001 führt der Ganderkeseer den Verein „Gnadenhof“, der alte und oft kranke Hunde an neue Herrchen vermittelt. Er habe den Verein auflösen wollen, weil er gesundheitlich angeschlagen sei, erklärte Broschk. „Aber das geht nun nicht. Wir können die Tiere ja nicht im Stich lassen.“ Zudem gebe es regelmäßig Anfragen aus ganz Norddeutschland, ob er weitere Tiere vermitteln könne. „Die muss ich im Moment vertrösten“, berichtet der 65-Jährige.

Anfang kommenden Jahres soll es eine öffentliche Versammlung des Vereins geben. Broschk und seine beiden Mitstreiter hoffen, dass sich dann insbesondere jüngere Unterstützer melden, die den Verein weiterführen wollen.


Wer den Verein finanziell, tatkräftig oder mit Sachspenden unterstützen möchte, erreicht Rainer Broschk unter t  04222/ 94 61 66.