Harpstedt - Einen guten Namen macht sich das Seniorenzentrum des DRK in Harpstedt seit Jahren nicht nur mit der Betreuung seiner Bewohner. Seit Anfang dieses Jahres setzt die Altenpflegeeinrichtung auch ihre Küche zur Imagepflege ein. Mit einem Party-Service will sie von sich reden machen.

Die Idee, aus der hauseigenen Küche heraus auch private oder betriebliche Feiern mit kreativen Genüssen zu beliefern, kam von Küchenchef Mike Ebenwalder, der seit einem Jahr das Küchenteam im Erdgeschoss des Seniorenzentrum leitet. Mit der Zubereitung der Mahlzeiten für die 71 Bewohner und den 54 Essen auf Rädern, die täglich in der Samtgemeinde ausgeliefert werden, fühlte sich Ebenwalder schlicht unterfordert. Er suchte zusätzliche Herausforderungen. „Die Küche und das Personal geben das her“, erklärt der voller Tatendrang steckende Küchenchef, der zuvor eine Kochschule in Oldenburg leitete. Nachdem er im Küchenbereich einiges neu strukturiert hatte, ging das zwölfköpfige Küchenteam die neue Aufgabe an.

Auch Einrichtungsleiterin Birgit Brunsch wollte ihren Küchenchef nicht bremsen und unterstützte diesen zusätzlichen Service. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur eine Pflegeeinrichtung sind, sondern mehr können“, so Brunsch. Bei Bedarf stellt sie für private Feiern auch eine Räumlichkeit für bis zu 25 Personen im Seniorenzentrum zur Verfügung. „Wir wollen auf diese Weise auch Menschen in unser Haus bringen, die bislang nichts mit Seniorenheimen zu tun hatten, um zu zeigen, dass ein Pflegeheim nicht mehr so ist wie noch vor 50 Jahren. So können wir Hemmschwellen abbauen“, ist Birgit Brunsch überzeugt.

Obwohl auch ein Flyer gedruckt wurde, der an vielen Stellen kostenlos ausliegt und auch im Internet einzusehen ist, setzt das Seniorenzentrum vor allem auf Mundpropaganda. Mike Ebenwalders Stärke ist die raffinierte Küche, wie die Zucchini-Rouladen, asiatischen Hackbällchen oder Datteln im Speckmantel. Vom Eintopf über das saisonale Büfett bis hin zum Drei-Gänge-Menü für bis zu 130 Personen wird jeder Wunsch erfüllt. „Gut kommen die Tapas-Küche und das Fingerfood an“, verrät Mike Ebenwalder, der viel Wert auf eine frische Zubereitung legt.

Noch läuft der Party-Service mit dem vorhandenen Personal nebenher. „Wir sind finanziell nicht darauf angewiesen“, sagt Birgit Brunsch. Aber sollte die Nachfrage erheblich steigen, wäre über ein Aufstocken des Personals nachzudenken.