Roffhausen - Die Bürger in Roffhausen und Middelsfähr fühlen sich als Teil der Stadt Schortens buchstäblich an den Rand geschoben und vom Stadtzentrum abgeschnitten. Das wurde bei einem Informations- und Diskussionsabend unter dem Titel „Miteinander reden – über die Entwicklung von Roffhausen und Middelsfähr“ deutlich. Eingeladen hatte der CDU-Stadtverband, etwa 30 Bürger nahmen teil.
Ein Lebensmittelmarkt vor Ort, eine bessere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch die Ansiedlung eines Hausarztes waren dabei nur einige Wünsche der Bürger beider Ortsteile an die Stadtspitze. Sorge macht den Bürgern zudem die Zukunft ihrer Grundschule und Sporthalle.
CDU-Fraktionsvorsitzender Axel Homfeldt riet den Einwohnern der Stadtteile, ihre Bedürfnisse gegenüber Rat und Verwaltung deutlicher zum Ausdruck zu bringen. Er zeigte Verständnis für den Unmut der Bürger, denen in den vergangenen 20 Jahren immer wieder versprochen worden sei, dass sich ein Lebensmittelmarkt in Roffhausen ansiedeln werde. „Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering“, dämpfte Homfeldt allzu große Erwartungen.
„Solch ein Markt muss Geld verdienen und offenbar ist das Potenzial, das Unternehmen für diesen Standort sehen, zu gering.“
Er brachte Alternativen ins Spiel, wie sie auch andernorts praktiziert werden: So gebe es Beispiele, in denen Bürger kleinerer Ortschaften eine Genossenschaft gegründet haben und so für ihr Dorf einen eigenen Lebensmittelmarkt betreiben. Dabei könne dann auch die Stadt unterstützen.
Auch bei der Mobilität brauche es neue Ideen. Bürgerbusse seien kein gutes Modell, da sie nicht funktionierten. Das habe man kürzlich erneut in Sande sehen können. Vielleicht sei ein Modell mit den örtlichen Taxiunternehmen denkbar, die die Bewohner der äußeren Stadtteile zu einem deutlich reduzierten Preis befördern könnten. Auch das erfordere die Unterstützung durch die Stadt.
