Elisabethfehn - Ein Erfahrungsaustausch soll der „runde Tisch Sportschifffahrt“, der seit 13 Jahren einmal im Jahr an wechselnden Orten zusammenkommt, vor allem sein. Am Freitag waren rund 30 Gäste aus Wassersportvereinen von Meppen bis Barßel und Papenburg beim Treffen beim Wassersportverein (WSV) Elisabethfehn dabei.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Meppen war Ausrichter. Neben den Vereinen waren auch Vertreter vom WSA Meppen und WSA Rheine, vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Wasserschutzpolizei Meppen und dem Landesverband Motorsportboot gekommen.
„Wir wollen wissen, wo der Schuh drückt“, sagt Thorsten Seiwald, Vertreter des WSA Meppen. So müssten die Wassersportvereine stets damit kämpfen, dass sie hinten rüber fallen im Vergleich zur Berufsschifffahrt. Der runde Tisch biete die Möglichkeit, direkt ins Gespräch zu kommen. Neue Regelungen, die beispielsweise die Umweltbelange betreffen, könnten in Widerspruch zu Interessen der Sportschifffahrt stehen. Wenn zum Beispiel Seitenarme sich selbst überlassen würden, erhalte die Natur mehr Lebensraum. Doch die Wassertiefe nehme ab. Vereine kämen mit ihren Sportbooten dann nicht mehr in die Gewässer.
„Es geht nur zusammen und nicht gegeneinander“, sagt Andreas Prahm, 1. Vorsitzender vom WSV Elisabethfehn zum runden Tisch. Die Angst vieler Vereine sei, dass Wasserstraßen und Bauwerke komplett geschlossen werden, weil sie durch die Berufsschifffahrt nicht genutzt und zu Entwässerungskanälen werden. In Sachen Erhalt des Elisabethfehnkanals sei der Verein mit seinen 40 Mitgliedern aber sehr zufrieden. „Ich finde, da tut sich richtig was“, sagt Prahm.
Bürgermeister Nils Anhuth gab bei der Versammlung einen Abriss über den Sachstand des Betriebs der Schleusen. Zwei Mitarbeiter werden sich demnach um Brücken und Schleusen kümmern – ausgenommen ist die Schleuse Osterhausen. Sie sind dabei direkt dem Baubetriebshof der Gemeinde unterstellt.
Ab 1. April beginne wieder die Saison, sagt Prahm. Zunächst ist aber die Schleuse in Dreibrücken von diesem Montag bis 13. April wegen Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten gesperrt.
„Wir haben die Hoffnung, dass die Leute pflegeleichter mit den Brücken umgehen“, so Seiwald. Denn die Brückenkonstruktion am E’fehnkanal seien für landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Lkw zu niedrig, die die Bauwerke dann beschädigen. Diese lassen sich gegebenenfalls nicht mehr öffnen und schließen, der Kanal wäre nicht mehr passierbar. Die Schleuse in Osterhausen hatte der Kreis Cloppenburg für einen symbolischen Euro 2015 erworben. Mit dem Kauf hatte er sich verpflicht, die Schleuse zu erneuern oder instand zu setzen und künftig zu unterhalten und zu betreiben sowie die drei weiteren Schleusen und Brücken über den Kanal zu unterhalten.
Nun wurde vom Ausschuss für Planung und Umwelt des Kreistags grünes Licht gegeben, die zugesagten Mittel für die Sanierung der Schleuse Osterhausen von 70 000 Euro um 103 335 Euro auf 173 335 Euro aufzustocken. Denn das Land Niedersachsen sehe hier keine Fördergrundlage. Das Land will dafür aber den Kreis entlasten, indem es Fördermittel für andere Vorhaben aufstocken wird, heißt es seitens des Kreises.
