Cloppenburg - Der Name des Vereins klingst sehr abstrakt, die Arbeit ist aber ausgesprochen konkret: Der „Verein zum Erfassen, Erschließen und Erhalten der historischen Sachkultur im Weser-Ems-Gebiet“ sorgt mit einem attraktiven Weiterbildungsangebot dafür, dass junge Geisteswissenschaftler nach ihrem Studium bessere Berufschancen in Museen oder Touristik-Zentralen haben. Acht Monate arbeiten die Teilnehmer an den Projekten „Musealog“ und „Regialog“ in entsprechenden Einrichtungen, werden weiterqualifiziert und haben anschließend beste Chancen beim Einstieg in ihren Beruf.
Die Erfolgsquote liegt in den vergangenen Jahren bei deutlich über 75 Prozent, teilte der Vorsitzende des Trägervereins, Helmut Collmann, am Montag auf der Mitgliederversammlung im Museumsdorf Cloppenburg mit – und auch finanziell stehe der Verein auf einem sicheren Fundament.
„Wer unsere Maßnahmen durchläuft, hat aufgrund des bundesweit guten Rufes beste Chancen“, sagt Collmann im Hinblick auf die insgesamt mehr als 700 Projekt-Teilnehmer.
Finanziert werden die Projekte durch die Bundesagentur für Arbeit, die den Teilnehmern entsprechende „Bildungsgutscheine“ ausstellt, die zur Teilnahme an den beiden Weiterbildungsmaßnahmen berechtigen. Ein Problem für die Projektträger bestehe allerdings darin, dass die Finanzierungszusage sehr häufig erst kurzfristig erfolge. In solchen Fällen könne dann auch erst sehr kurzfristig entschieden werden, ob die Fortbildungsmaßnahme stattfinden kann. Collmann strebt an, entsprechende Gespräche zu führen, um frühzeitige Entscheidungen zu erreichen. Das erhöhe die Planungssicherheit für die Projekte.
Bei den Vorstandswahlen wurden sowohl Vorsitzender Helmut Collmann als auch Schatzmeister Josef Grave und Geschäftsführer Ludger Frische in ihren Ämtern bestätigt. Die beiden Projekte werden weiterhin von Dirk Heisig und Prof. Dr. Uwe Meiners sowie Lars Lichenberg und Ludger Kalkhoff geführt.
