BREMEN - Die drei norddeutschen Arbeitgeberverbände der

Metall- und Elektroindustrie haben sich zum neuen Verband Nordmetall

zusammengeschlossen. Damit seien die bisherigen Verbände Unterweser,

Nord-West-Metall und Nordmetall mit rund 150 000 Beschäftigten und

400 Unternehmen unter einem Dach, sagte der Präsident des bisherigen


Nordverbundes, Ingo Kramer, am Freitag in Bremen. Ziel sei eine

einheitliche Interessenvertretung für die Bereiche Bremen,

nordwestliches Niedersachsen und Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern

sowie Schleswig-Holstein. Anlässlich der Fusion spendete Nordmetall

zehn Millionen Euro für den Ausbau der privaten, internationalen

Elite-Hochschule Jacobs University Bremen.

Unter den drei Verbänden gab es schon lange eine enge Kooperation.

Sie hatten in der Gewerkschaft IG Metall Küste den gleichen

Tarifpartner. In den drei Verbandsgebieten besteht eine ähnliche

Infrastruktur mit den Schwerpunkten maritime Wirtschaft,

Automobilindustrie, Flugzeug- und Maschinenbau sowie der

Elektroindustrie. Die eigenständigen Verbände führten seit 2001

Tarifverhandlungen mit einer gemeinsamen Tarifkommission.

Mit der Spende will die frühere International University Bremen den

Ausbau ihrer Studienplätze von derzeit 1000 auf 1400 vorantreiben,

sagte ihr Präsident Joachim Treusch. Die Einrichtung sei ein idealer

Partner für die Weiterentwicklung des norddeutschen Wirtschafts- und

Wissenschaftsraumes zu einem starken und international bedeutenden

Standort im globalen Wettbewerb, sagte Kramer.

Die private Elite-Hochschule hatte sich Ende 2006 nach einer

Spende von 200 Millionen Euro der Schweizer Jacobs Foundation in

Jacobs University Bremen umbenannt. Die Studiengebühren betragen pro

Jahr 15 000 Euro. Studien- und Forschungsschwerpunkte sind

Ingenieurs- und Naturwissenschaften, Geistes- und

Gesellschaftswissenschaften. Studienabschlüsse sind anerkannte

Bachelor-, Master- und Doktorgrade. 75 Prozent der 1000 Studierenden

kommen aus 90 Nationen. Die Unterrichtssprache auf dem Campus, einer

ehemaligen Bundeswehrkaserne, ist Englisch.