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WIRTSCHAFT Starker Wettbewerb bringt Spitzenplatz

Platzierungen der Städte und Kreise in Weser-Ems

Im bundesweiten

Vergleich

schnitten die Kreise und kreisfreien Städte aus Weser-Ems wie folgt ab. In Klammern die Veränderungen gegenüber 2004:

56. Vechta

(+2)

70. Oldenburg Stadt

(+12)

115. Osnabrück Stadt

(-50)

141. Emsland

(+31)

148. Osnabrück Lk

(+18)

149. Oldenburg Lk

(+109)

159. Cloppenburg

(+25)

173. Ammerland

(+38)

210. Leer

(-13)

230. Bentheim

(+44)

291. Aurich

(+3)

302. Wittmund

(+24)

308. Wilhelmshaven

(-78)

311. Friesland

(-142)

313. Delmenhorst

(-4)

348. Emden Stadt

(-259)

362. Wesermarsch

(-81)

Das Wirtschaftsministerium liest positive Tendenz aus der Studie. Sorgenkinder sind die Kreise Friesland und Wesermarsch sowie Delmenhorst und Emden.

Von Jörg Schürmeyer

und Marco Seng

HANNOVER - Starke Wettbewerbsfähigkeit im Kreis Vechta und der Stadt Oldenburg, Probleme in der Wesermarsch und Emden, so lassen sich aus regionaler Sicht Extreme beim am Montag vorgelegten „Zukunftsatlas 2007“ des Schweizer Prognos-Instituts zusammenfassen.

Während der Kreis Vechta (bundesweit Rang 56/landesweit Rang 3) vor allem bei der demographischen Entwicklung mit einer hohen Geburtenrate hervorsticht, trumpft die Stadt Oldenburg (70/5) mit einer vergleichsweise niedrigen Schuldenlast und einem hohen Akademikeranteil auf. „Die Universität ist ein wichtiger Wachstumstreiber für die Stadt“, sagt Peter Kaiser vom Prognos-Institut.


Sorgenkinder sind der Kreis Friesland (311), die Städte Delmenhorst (313) und Emden (348) sowie die Wesermarsch (362). Im Vergleich zu 2004 hat Emden bei der Dynamik am stärksten nachgelassen. „Vor allem in Emden, aber auch in Friesland schlägt sich der starke Rückgang beim Wirtschaftswachstums nieder“, sagt Kaiser.

In der Landespolitik wird die Studie unterschiedlich bewertet. Im Wirtschaftsministerium liest man aus den Ergebnissen eine positive Tendenz ab. „Niedersachsen hat aufgeholt“, sagte Ministeriumssprecher Andreas Beuge dieser Zeitung. Export, Tourismus und Industrie entwickelten sich gut. Die Zahl der Insolvenzen sei rückläufig. Es gelte nun, starke Regionen wie den Nordwesten weiter zu stärken und schwache Regionen gezielt zu fördern.

CDU-Fraktionsvize Hermann Dinkla (Westerholt) lobte die „dynamische Entwicklung“ in Weser-Ems. Insbesondere für Oldenburg und Vechta gebe es „erfreuliche Perspektiven“, sagte Dinkla dieser Zeitung. Die Region könne künftig von der Förderung kleinerer und mittlerer Unternehmen durch die EU noch stärker profitieren.

SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner äußerte sich kritisch. „Es bestätigt sich einmal mehr, dass Niedersachsen unter einer Investitions- und Innovationsschwäche leidet“, sagte er dieser Zeitung. „Die CDU/FPD-Landesregierung hat uns die niedrigste Investitionsquote aller Bundesländer beschert, das verschärft etwa die Situation auf dem Arbeitsmarkt.“ Zwar gebe es auch erfreuliche Ausreißer nach oben. Diese dürften ihre gute Position vor allem aus eigener Kraft erlangt haben.

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