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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nordmetall-Forum: „Wirtschaftliche Lage ist so gut wie nie“

27.01.2017

Oldenburg Vor Schwarzmalerei hat der Wirtschaftsweise Prof. Dr. Lars P. Feld am Mittwochabend in Oldenburg gewarnt. „Gesamtwirtschaftlich ist die Lage Deutschlands so gut wie noch nie“, sagte der Direktor des Walter Eucken Instituts beim Unternehmerforum von Nordmetall im Forum „Alte Fleiwa“. Unter anderem verwies er auf ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent, Preisstabilität, sinkende Arbeitslosigkeit und Beschäftigung in Rekordhöhe.

„Die Wahrnehmung der Menschen ist aber eine ganz andere“, sagte Feld. Sie sei geprägt von großen Unsicherheiten, die vor allem aus dem politischen Umfeld hervorgerufen würden, etwa durch die Flüchtlingsmigration, den Brexit oder die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. „Wahrnehmung und tatsächliche Lage klaffen weit auseinander“, so der Befund des Ökonomen aus Freiburg.

Mit Blick auf Trump sprach er sich dafür aus, „die Hysterie zu dämpfen“. Feld: „Der US-Präsident erscheint uns mächtig, aber er ist es nicht.“ In den USA gebe es gut funktionierende Institutionen, „Checks and Balances“, die seine Macht beschränken würden. Zudem seien Trumps wirtschaftspolitische Pläne – Steuern senken, Infrastruktur ausbauen, militärisch aufrüsten, Schulden abbauen – „inkonsistent“, so dass man erst einmal abwarten müsse, was er am Ende wirklich umsetze.

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Im Hinblick auf den Brexit erwartet Feld kurzfristig keine Auswirkungen auf Deutschland, auf längere Sicht dürften die Folgen aber spürbar sein – auch was die Machtbalance innerhalb der EU zwischen wirtschaftsfreundlichen und -kritischen Ländern angeht.

Die Diskussionen um Trump und den Brexit nahm Feld auch zum Anlass, sich klar gegen protektionistische Tendenzen auszusprechen. Kein anderes großes westliches Land sei „so stark internationalisiert“ wie Deutschland. Die Bundesrepublik sei deshalb auf den Fortgang der Globalisierung angewiesen.

Michael Waskönig, Vorsitzender des Vorstandes der Nordmetall-Bezirksgruppe Nordwest, zeichnete mit Verweis auf den Risikoreport des Weltwirtschaftsforums ein eher pessimistische Bild. „Die Welt steht vor einer Dekade der Probleme“, zitierte er aus dem Report. Selten zuvor sei die Auswahl der Risiken derart vielfältig, komplex und polarisierend wie heute. „Die Welt wird gefährlicher“, sagte er.

Die größten Unsicherheiten, die in dem Report aufgezeigt würden – Wetterphänomene, Terrorattacken, Flüchtlingswellen oder soziale Polarisierung –, seien dabei ausnahmslos Probleme, die über Landesgrenzen hinwegreichen würden. Umso bedenklicher sei es, dass die politische Dynamik zurzeit eher in die entgegengesetzte Richtung, nämlich zu nationalen Alleingängen und Protektionismus neige, meinte Waskönig.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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