Ganderkesee - Freitagmittag war es soweit: Das Schild am „Alexanderhaus“ ist eingeweiht und vorgestellt worden.

Bereits im Jahr 2011 wurde die Idee geboren, historische sowie ortsprägende Gebäude und Plätze in der gesamten Gemeinde mit Hinweisschildern zu versehen. Der Zweck besteht darin, Hinweise auf Ursprung, Bedeutung und frühere Nutzung der unterschiedlichen Gebäude zu liefern.

„Für uns geht es darum, interessante Orte und Gebäude vorzustellen. Die Identifikation der Bürger mit ihrer Gemeinde zu stärken, aber auch für Touristen den Ort erfahrbar zu machen“, sagt Christa Linnemann, Wirtschaftsförderin der Gemeinde Ganderkesee. In Zusammenarbeit mit dem Gästeführerteam der Gemeinde sowie dem Orts- und Heimatverein Ganderkesee fand die Konzipierung der Schilder statt.

Die jetzigen Eigentümer des Grundstücks des ehemaligen „Alexanderhauses“ zeigten sich begeistert von der Idee und stimmten der Anbringung eines Schildes zu, welches nun an der Hauswand neben dem Eingang platziert ist. Auch die entstandenen Kosten von 175 Euro hat die Eigentümergemeinschaft übernommen.

Diese Zusage sei ein besonders gutes Beispiel für den Sinn dieses Projektes. Mit den Hinweistexten auf den Schildern werde wichtiges Wissen für die Zukunft bewahrt. Durch den ersten Schritt der Recherche seien viele Ideen für eine weitere Beschilderung entstanden, so Helga Peters, bei der Wirtschaftsförderung Ansprechpartnerin für das Projekt.

Auch das gemeindeeigene Haus Müller ziert bereits ein Hinweisschild. Zudem werden das Alte Rathaus sowie das Bahnhofsgebäude mit entsprechenden Hinweisen versehen. Beschilderungen werden in diesem Rahmen auch an den Schillerlinden, an der ehemaligen Steinschule sowie am Ehrenmal an der Mühlenstraße realisiert. Für gemeindeeigene Gebäude übernimmt die Verwaltung die Kosten.


Bis zum Ende des Jahres werden die restlichen Schilder aufgestellt. „Wir hoffen, dass viele weitere Bewohner interessanter Häuser oder Plätze in unserer Gemeinde angeregt werden, sich mit der Geschichte ihrer Gebäude und ehemaliger Bewohner zu befassen“, sagt Peters. Denn abschließen wollen die Initiatoren das Projekt noch nicht.