Oldenburg - Ein Haus ohne klassische Heizung – gibt’s das? Ja, nickt Michaela Hechsel vom Fachdienst Umweltmanagement der Stadt. Die Zukunft im Wohnen hat in Oldenburg längst begonnen, beispielsweise an der Salbeistraße 11a. Dort hat ein Fertighaus-Anbieter ein Passivhaus in Holztafelbauweise errichtet. Das Haus ist so gut gedämmt, dass kaum Heizwärme benötigt wird. In erster Linie werden das Sonnenlicht, das durch die Fenster fällt, und die Wärme der Haushaltsgeräte und der Bewohner genutzt. Das Domizil ist eines der fünf Objekte, die während der an diesem Freitag beginnenden Oldenburger Energieeffizienzhaustage besichtigt werden kann. „Wer bauen will, hat viele Fragen“, weiß Michaela Hechsel. Bei den Info-Tagen können Bauherren mit Planern, Eigentümern und Referenten ins Gespräch kommen.

Das Programm:

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Freitag, 14. November

14, 15 und 16 Uhr: Führungen im Zweifamilienhaus von Planer Thomas Kaulen, Bürgerstraße 55; eine Erdwärmepumpe erzeugt warmes Wasser für die Heizung, eine Photovoltaikanlage produziert Strom.


14 bis 16 Uhr: Besichtigung Mehrfamilienhaus, Ammergaustraße 92; das Haus mit acht Wohneinheiten der AMR Wohnbau GmbH wird komplett regenerativ mit Solarthermieanlage und Pelletkessel beheizt.

15 Uhr: Führung durch Mehrfamilienhaus am Usedomer Ring 27; das Fünf-Parteien-Haus von Planer Richard Dulle wird über eine CO2-Erdwärmepumpe beheizt.

18 Uhr: Vortrag „Effizienzhäuser im Vergleich“ im Schlauen Haus, Schlossplatz 16, mit dem Architekten und Energieberater Jörg Meissner.

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Sonnabend, 15.November

10 bis 17 Uhr: Besichtigung Passivhaus in Holztafelbauweise des Fertighaus-Anbieters Schwörer, Salbeistraße 11a.

11 bis 13 Uhr: Besichtigung des Mehrgenerationen-Projekts Kaspershof, Kaspersweg 86; Planer Ulf Brannies erläutert das Energie- und Wohnkonzept. Sonnenenergie wird für warmes Wasser und zur Stromerzeugung genutzt.

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Montag, 17. November

18 Uhr: Vortrag „Das Plus-Energie-Haus – ein regionales Beispiel“ mit Energieberater Hubert Westkämper, EWE-Kundencenter in Wechloy, Posthalterweg 10.

Für den Bau von Effizienzhäusern 55 und 40, von Plus-Energie- und Passivhäusern gibt es eine städtische Förderung. Ein Plus-Energie-Haus wird beispielsweise mit 5000 Euro bezuschusst. Für eine kostenlose Beratung kann man sich unter Tel. 235-3089 anmelden. Kostenlose Broschüren zum Thema können unter Tel. 235-4444 bestellt werden.