Hannover - Die als weltgrößte Industrieschau geltende Hannover Messe (24. bis 28. April) ist am Sonntag mit ersten Veranstaltungen an den Start gegangen. Die fünftägige Leistungsschau steht im Zeichen des digitalen Wandels und konkreten Anwendungsbeispielen für die Industrie von morgen („Industrie 4.0“). Einige Messe-Schwerpunkte:
Roboter
Roboter sind das Trendthema der Messe. Ob in der Fertigung, der Logistik oder im privaten Haushalt: die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter wird ausgefeilter. Der Hersteller Festo etwa zeigt einen pneumatischen Leichtroboter, der dem menschlichen Arm nachempfunden ist und feinfühlige Bewegungen ausführt. Von Franka Emika kommen dazu Roboter-Apps, die das Programmieren der mechanischen Helfer zur Minuten-Sache machen.
Künstliche Intelligenz
Sie befähigt Roboter, selbst zu lernen, sich zu optimieren und auch dem Menschen anzupassen. Das demonstriert etwa der Tischtennis spielende Roboter „Forpheus“ von Omron Electronics. Er kann die Bahn des von seinem Gegenüber aufgeschlagenen Balls präzise vorhersagen.
Smart Factory
Digital vernetzte Industrieanlagen wie sie etwa der Roboterhersteller Kuka zeigt, verkürzen nicht nur die Produktionszeit, sondern ermöglichen auch größtmögliche Flexibilität beim Herstellungsverfahren. Messebesucher etwa können sich vom Smartphone innerhalb von 15 Minuten ein komplettes Puzzle fertigen lassen. In der Praxis ermöglicht das etwa die schnelle Integration von Sondermodellen im laufenden Fertigungsprozess.
Daten und Sicherheit
Daten gelten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Es gibt kaum eine Firma, die nicht mit ihrer smarten Nutzung plant. Daten werden bei sich selbst optimierenden Industrierobotern ebenso verwendet wie bei vernetzten Bienenstöcken. Datensicherheit gewinnt mit zunehmender Datennutzung enorm an Bedeutung. Viele Unternehmen zeigen auf der Messe, wie wichtig der Schutz sensibler Daten ist.
