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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Wohin mit der Kohle? – Wald in Niedersachsen kaufen!

28.03.2017

Hannover Waldflächen sind in Niedersachsen gesucht, die Preise sind gestiegen. Bei bundesweit steigender Nachfrage ist die Zahl der Verkäufe in den vergangenen Jahren im Norden stetig gesunken. Das berichtete das Politikjournal „Rundblick“ (Montag) unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium in Hannover. Gab es 2011 noch rund 1500 Verkäufe, so wurden 2015 nur noch 1300 gezählt.

Der mittlere Kaufpreis stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent, hieß es unter Berufung auf das Ministerium weiter. Dabei gab der Durchschnittskäufer fast 31.000 Euro für 2,4 Hektar aus. Der Hektar kostete also rund 12.900 Euro.

Die rot-grüne Landesregierung will sich nach dem Bericht nicht von Landeswald trennen. Stattdessen werden sogar Flächen dazu gekauft. Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) kritisierte frühere Waldverkäufe der schwarz-gelben Landesregierung, auch wegen der erheblich gestiegenen Holzpreise. „Öffentlicher Wald darf nicht als Tafelsilber des Landes verkauft werden“, sagte Meyer am Montag. „Es war auch ökonomisch richtig, angesichts steigender Holz- und Bodenpreise, die Waldverkäufe der Vorgängerregierung zu stoppen.“ Allein zwischen 2004 und 2012 sei der Holzpreis um 70 Prozent gestiegen, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit.

Die gestiegenen Preise für Waldflächen seien auch mit dem allgemeinen Run von Geldanlegern auf Sachwerte zu erklären, hieß es beim Waldbesitzerverband Niedersachsen. Der reine Holzertrag rechtfertige die Preissteigerungen nicht.

„Das gilt auch für die Landwirtschaft, sowohl für Flächenverkäufe als auch Verpachtungen“, sagte Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie. „Das niedrige Zinsniveau forciert die Flächennachfrage auch von nicht-landwirtschaftlichen Käufern“, erklärte sie.

Ein Großteil der Waldflächen in Niedersachsen ist Eigentum von Privatpersonen. Nur 28 Prozent der Waldfläche gehören den Landesforsten, 59 Prozent sind in Privatbesitz. Die Wälder bedecken eine Fläche von landesweit gut 1,2 Millionen Hektar, nur in Bayern und Baden-Württemberg sind es mehr.

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BMELV