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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Wohlstand mit Innovationen sichern“

08.01.2016

Oldenburg Deutschland werde seinen Wohlstand nur halten können, wenn seine Unternehmen dauerhaft innovativer seien als Wettbewerber im Ausland. Das betonte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK/Berlin), Dr. Eric Schweitzer, am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg.

Als wichtige Rahmenbedingungen für mehr Innovationen forderte er „sehr starke Hochschulen und Wissenschaftler“. Auch die Schulen müssten besser werden, auch die Berufsorientierung. Für alles das sei „mehr Geld nötig“, mahnte der DIHK-Präsident vor rund 750 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung der Region. Auch die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft solle mehr gefördert werden. „Dann gibt es automatisch mehr Innovationen“, sagte Schweitzer, der auch Vorstand der Berliner Recycling-Gruppe Alba ist.

Entscheidend sei letztlich eine „Innovationskultur“ im Unternehmen, einschließlich aller Mitarbeiter, sagte Dr. Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender des Oldenburger Foto- und Onlinedruckspezialisten Cewe, in einer Gesprächsrunde. Nur so sei es möglich gewesen, Cewe quasi mehrmals „neu aufzustellen“. Dr. Jutta Middendorf-Bergmann, Geschäftsführerin des Agrarausrüsters Ludwig Bergmann GmbH (Goldenstedt), betonte die Bedeutung von Kooperationen mit Hochschulen. Zugleich bleibe es wichtig, weiter wie in einer Manufaktur individuell für die Kundenwünsche (hier etwa spezielle Streufahrzeuge) zu fertigen. Schweitzer schätzte, dass auf dem Weg zur Digitalisierung der Wirtschaft auf einer Skala von 1 bis 10 erst 2 erreicht sei.

Der Präsident der Oldenburgischen IHK, Gert Stuke, mahnte bei dem Empfang „Bewegung“ in Wirtschaft und Politik zur Gestaltung der Zukunft an. Die aktuelle Stimmung in der Region sei gut. Deutschland sei aber dabei, seine Zukunft zu verspielen. „2016 muss ein Jahr echter Reformen werden“, mahnte Stuke. Er kritisierte Pläne zur Erbschaftsteuer und plädierte für ein transatlantisches Freihandelsabkommen mit den USA.

Erfreut zeigte sich Stuke über Fortschritte beim Infrastrukturausbau im Oldenburger Land – und nannte etwa die B 211 im Bereich Brake/Mittelort, die neue Hunte-klappbrücke der B 212 und das Planfeststellungsverfahren zur A 20. Der IHK-Präsident lobte ausdrücklich die Planungsarbeit bei der Landes-Straßenbaubehörde. Generell solle die Region auf ihre Stärken setzen, darunter die Vernetzung der Akteure.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD, Sande) zeigte sich überzeugt, dass die A20 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werde. Vor Ostern erwarte er eine Entscheidung. Lies mahnte, auch künftig sei Wirtschaftswachstum nötig – nicht zuletzt, um der Flüchtlingssituation gerecht zu werden. Hier biete sich eine „Chance“, sagte Lies mit Blick auf die Jüngeren.

Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Anna Hofbauer und Felix Pätzold (Oldenburgisches Staatstheater). Moderator war Uwe Haring.


Weitere Bilder:   www.nwzonline.de/fotos-wirtschaft 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
Video

Sabrina Wendt
Redakteurin
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2042

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