Rostrup - Grundsätzlich kann sich die FDP mit der geplanten Wohnbebauung auf dem früheren Bundeswehrgelände in Rostrup nicht nur abfinden, Partei und Ratsherr Dr. Horst-Herbert Witt sehen darin sogar eine alte Forderung der Liberalen erfüllt. Während es für ihn auf dem südlichen, der Gemeinde zum Kauf angebotenen Abschnitt „zwingend notwendig sei, preiswerten Wohnraum zu schaffen“, lehnt er Wohnbebauung im zweiten Abschnitt ab. Hier will die Palais am Meer als Eigentümerin selbst tätig werden. Die Bebauung dieses „Kernstücks“ sei ein „Schlag ins Gesicht einer zukunftsweisenden Entwicklung der Gemeinde in touristischer Hinsicht“. Als Grund führt Witt an, dass der Park der Gärten vom See abgeschnitten werde. Vor allem aber blockiere „Wohnbebauung im Herzstück des Geländes die Entwicklung der Tourismusstruktur des ,kleinen Kurortes Rostrup‘. Nur dieser Abschnitt ist für eine touristische Nutzung geeignet“. Viel passender wäre für die FDP eine „lockere Bebauung mit anspruchsvollen Häusern“ auf dem nördlichen Teil der gut 38 Hektar.
Der vorgelegten Änderung des Eckwertepapieres könne die FDP zustimmen, so Witt. Die zusätzlichen Abmachungen mit der Palais am Meer lehne man hingegen ab.
Wie berichtete hatten Gemeinde und Eigentümerin einen Kompromiss gefunden, wonach das Gelände in mehrer Abschnitte aufgeteilt und unterschiedlich genutzt wird. Am Dienstag, 16. Februar, befasst sich der Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt mit dem Vorschlag. Die öffentliche Sitzung im Haus Brandstätter, Am Brink 5, beginnt um 17 Uhr.
