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Projekt Wohnen für alle Generationen

Metjendorf/Heidkamp - Etwa 30 sozialverträgliche Mietwohnungen will die Ammerländer Wohnungsbau-Gesellschaft (AWG) im geplanten Baugebiet an der Straße „Am Ostkamp“ in Metjendorf anbieten. Nachdem der Gemeinderat in seiner Sitzung am 19. Juni den Bebauungsplan für das neue Baugebiet abgesegnet hat, rechnet AWG-Geschäftsführerin Ulrike Petruch damit, dass der entsprechende Bauantrag für vier Mehrparteienhäuser im Norden des Baugebietes bis Ende des dritten Quartals 2017 gestellt sein wird.

Baubeginn Ende 2018

Baubeginn soll nach derzeitigem Planungsstand allerdings erst Ende 2018 sein, sagten Petruch und der kaufmännische Leiter der AWG, Volker Gerdes, am Montag. Die AWG habe derzeit noch eine ganze Reihe anderer Projekte im Ammerland abzuarbeiten, begründeten sie den späten Baubeginn. Die Bezugsfertigkeit wird für Ende 2019/Anfang 2020 angestrebt.

Der stets nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Gemeinde hatte bereits im Mai dieses Jahres entschieden, dass die beiden jeweils rund 1700 Quadratmeter großen Flächen, auf denen Mehrparteienhäuser entstehen werden, ausschließlich von der AWG bebaut werden sollen. „Das Grundstück wird die AWG noch in diesem Jahr von der Gemeinde Wiefelstede kaufen“, erklärte Petruch. Rund 500 000 Euro wird die Gesellschaft dafür nach Angaben der Geschäftsführerin an die Gemeinde zahlen.

Fünf-Millionen-Projekt

Auch wenn es bis zur Realisierung des mit rund fünf Millionen Euro veranschlagten Projekts noch ein bisschen dauert: Petruch geht „nach derzeitigem Planungsstand“ von einem Mietpreis von durchschnittlich sieben Euro pro Quadratmeter für die Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen in Größen von 42 bis 92 Quadratmetern aus. 12 bis 18 Monate Bauzeit veranschlagt die AWG bislang.

Alle vier Häuser werden Wohnungen im Erdgeschoss, im 1. Obergeschoss und im darüberliegenden Staffelgeschoss anbieten – mit „nicht-hierarchischen Grundrissen“, die den Mietern mit Ausnahme der Küche die Möglichkeit bieten sollen, die Räume nach ihren Wünschen nutzen zu können.

Fahrstuhlanlage

Eine zentrale Fahrstuhlanlage ist ebenso Teil der Planung wie die extensive Dachbegrünung aller vier Häuser. Ein Blockheizkraftwerk im Keller eines der Häuser soll auch gleich die drei Bestandshäuser der AWG direkt in der Nachbarschaft mit versorgen. Ein zentraler Treffpunkt im Freien wird inmitten der vier Häuser eingerichtet.

„Die Wohnungen sollen quer durch alle Etagen größenmäßig gemischt werden, erklärte Petruch. Das Konzept sehe vor, dass alle Generationen in den Häusern barrierearm Platz finden. „Im Erdgeschoss werden alle Wohnungen behindertengerecht gebaut“, kündigte Petruch an. Die Ausführungsplanung habe die AWG der Planungsgruppe Brakenhoff aus Westerstede übertragen.

Insgesamt 122 Wohnungen bietet die AWG derzeit in der Gemeinde Wiefelstede an. Mit dem „Ostkamp“ werden es rund 152 Wohnungen sein. Belegt sind mittlerweile auch alle elf Wohnungen, die die AWG am Elisabethstein in Heidkamp gebaut hatte. „Seit 16. Mai ist dort alles vermietet“, freute sich Petruch am Montag. Dort hatte sich die Vermietung zunächst als schwierig erwiesen, weil anfangs das Gerücht umgegangen war, die Wohnungen sollten ausschließlich an Flüchtlinge vergeben werden.

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