Oldenburg - Egal ob Wohnen, Büro oder Einzelhandel – die Immobilienmärkte in der Weser-Ems-Region entwickeln sich überwiegend positiv und bieten attraktive Möglichkeiten für Investoren. Das geht aus einer Studie hervor, die die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank (DG Hyp) am Freitag im Rahmen einer von der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems durchgeführten Fachtagung in Oldenburg vorstellte.
Wesentliche Faktoren seien das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum und die – gegen den Trend – kontinuierlich gestiegene Einwohnerzahl in Weser-Ems, erläuterten Dr. Georg Reutter, Vorstandsvorsitzender der DG Hyp, und Bernd Möller, Vertriebsdirektor Immobilienzentrum Hamburg der DG Hyp. Das Bevölkerungswachstum erfolgte dabei insbesondere in den Landkreisen Vechta, Ammerland, Cloppenburg und Oldenburg sowie der Stadt Oldenburg.
Weser-Ems sei angesichts des überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums eine „Starregion“ in Deutschland, meinte Möller. „Weser-Ems ist das einzige Gebiet in Deutschland, wo die Landkreise zu Lasten der Städte wachsen“, hob Reutter hervor.
Deshalb zeige sich die positive Entwicklung an den Immobilienmärkten auch insbesondere in den zwölf Landkreisen in Weser-Ems. Ein Beispiel sei die niedrige Leerstandsquote von unter zwei Prozent bei Büroimmobilien. Gleichwohl sei das Mietniveau mit einer Bandbreite von vier (Kreis Wittmund) bis sieben Euro (Kreis Emsland) je Quadratmeter und einem Durchschnittspreis von 5,70 Euro vergleichsweise günstig.
In den fünf kreisfreien Städten zeigten sich an den einzelnen Standorten große Unterschiede, Während sich Oldenburg, Emden und Osnabrück positiv entwickelten, weitete sich die Bürofläche in Delmenhorst stark aus.
Die Einzelhandelsflächen in den Landkreisen der Region sind laut der Studie in den vergangenen zehn Jahren ähnlich stark ausgeweitet worden wie in Niedersachsen. Im selben Zeitraum seien auch die Mieten kontinuierlich gestiegen, lägen aber unter dem Landesschnitt. Auffällig sei die Entwicklung in den drei Kreisen Vechta, Oldenburg und Ammerland, wo das Mietniveau in Top-Lagen mit einem Quadratmeterpreis zwischen 56 und 65 Euro doppelt so hoch sei wie im Schnitt der zwölf Landkreise.
Auch in den kreisfreien Städten habe die Einzelhandelsfläche zuletzt zugenommen, jedoch langsamer als in Niedersachsen insgesamt. Die Mieten entwickelten sich auf demselben Niveau wie im gesamten Bundesland, aber mit regionalen Unterschieden. Vor allem in Emden seien die Mieten stark angestiegen.
Am Markt für Wohnimmobilien machte sich die wachsende Bevölkerung in Weser-Ems bemerkbar. Die Neubauaktivitäten seien in den Landkreisen der Region in den vergangenen Jahren im Schnitt höher ausgefallen als in Niedersachsen. Die Mieten seien sowohl in den Städten als auch den Kreisen der Region im Landesvergleich zuletzt überdurchschnittlich gestiegen, bewegten sich laut Möller aber immer noch auf einem „moderaten“ Niveau.
