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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Volkswagen in rasantem Aufholprozess

20.11.2019

Wolfsburg Der Volkswagen-Konzern macht bei seinen Verkäufen weiter Boden gut. Im Oktober lieferte der Konzern mit seinen 12 Fahrzeugmarken weltweit 949 800 Fahrzeuge aus und damit 12,2 Prozent mehr als im schwachen Vorjahresmonat, wie das Unternehmen am Dienstag in Wolfsburg mitteilte.

Damit liegt VW auf Jahressicht nun fast wieder gleichauf mit dem Vorjahreszeitraum. In den ersten zehn Monaten beträgt das Minus bei 8,96 Millionen Auslieferungen nun nur noch 0,2 Prozent.

Im Oktober legte VW vor allem in Europa zu, wo vor einem Jahr die Umstellung auf das Abgas- und Verbrauchsprüfverfahren WLTP die Verkäufe stark eingeschränkt hatte. VW war insbesondere mit den Marken VW, Audi und Porsche schlecht vorbereitet und konnte viele Modelle nicht liefern. Das sorgte diesmal im Oktober für ein Auslieferungsplus in Westeuropa von über 30 Prozent, in Deutschland sogar für über 40 Prozent.

Laut dem im Konzern für den Vertrieb zuständigen Manager Christian Dahlheim machte VW damit in Deutschland mehr Boden wett, als der Konzern vor einem Jahr wegen WLTP verloren hatte. Aber auch im wichtigsten Einzelmarkt China schnitt Volkswagen besser ab, die Auslieferungen legten um 6,6 Prozent zu. China steht im Konzern für rund 40 Prozent aller ausgelieferten Fahrzeuge.

Unterdessen facht eine Millionenklage in den USA den seit Langem schwelenden Streit zwischen Volkswagen und dem Zulieferer Prevent einmal mehr neu an. Prevent wirft dem Autobauer unter anderem Verstöße gegen das Kartellrecht vor und verlangt 750 Millionen US-Dollar Schadenersatz.

VW habe mit wettbewerbswidrigen Maßnahmen verhindert, dass kleinere Zulieferbetriebe in den USA von größeren wie Prevent übernommen werden, hieß es in einer Mitteilung zu der jetzt an einem Bundesgericht im US-Staat Michigan eingereichten Klage. Damit habe der Konzern die Firmen klein und seine eigene Marktmacht möglichst groß halten wollen. Volkswagen wies die Vorwürfe am Dienstag zurück.

Die Prevent-Gruppe gehört der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor und hat sich in den vergangenen Jahren mit VW immer wieder erbittert um Lieferkonditionen gestritten – immer wieder auch vor Gericht. Mehrfach standen in Wolfsburg die Bänder still, weil Prevent-Firmen mit Lieferstopps Preiserhöhungen durchsetzen wollten. VW reagierte mit Kündigungen der Lieferverträge. Auch mit Daimler zum Beispiel liegt Prevent immer noch im Clinch.

In der Klage vor dem US-Gericht wirft der Zulieferer Volkswagen vor, eine Kampagne verfolgt zu haben, um Übernahmen kleiner Firmen zu verhindern. „Die Klage entbehrt aus unserer Sicht jeglicher Grundlage“, teilte VW auf Anfrage mit.

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