WOLFSBURG/EMDEN - Jetzt ist es amtlich: Das VW-Werk in Emden, der größte Arbeitgeber Ostfrieslands, bekommt einen neuen Leiter. Es ist Pavel Vacek (43), der bisher den Aggregatebau der Marke Skoda in Mlada Boleslav leitete. Das teilte Volkswagen in Wolfsburg auf Anfrage dieser Zeitung mit. Seit Tagen hatte es entsprechende Spekulationen.
Vacek wird in Emden Nachfolger von Siegfried Fiebig. Der 52-Jährige wechselt in die Zentrale. Er übernimmt in Wolfsburg die als besonders anspruchsvoll geltende Funktion „Standortmanagement und Leitung Golf-Fertigung“. Der Golf ist das wichtigste Konzernfahrzeug.
Fiebig hatte vor seinem Antritt in Emden das Brüsseler Werk geleitet. In seiner Zeit im Werk an der Emsmündung wurden die Strukturen dort stark verbessert. So gilt Emden jetzt als fit für weitere Modelle neben dem Passat. In Wolfsburg hieß es, Fiebig sei „einer unserer besten Werksleiter“.
Unterdessen ist die Pflichtofferte von Porsche an die Aktionäre von Volkswagen erwartungsgemäß gescheitert. Bis zum Ende der Annahmefrist seien 172 218 Stamm- und 68 262 Vorzugsaktien angeboten worden, teilte der Sportwagenbauer am Montag mit. Dies entspreche jeweils rund 0,06 Prozent der 287 Millionen Stamm- und 105 Millionen Vorzugsaktien. Der Porsche-Anteil an VW steige dadurch von zuvor 30,92 auf 30,97 Prozent der Stimmrechte und 22,69 Prozent des Kapitals. Porsche war verpflichtet, den VW-Aktionären ein Übernahmeangebot zu unterbreiten, nachdem er seinen VW-Anteil auf mehr als 30 Prozent erhöht hatte. Das Angebot war aber unattraktiv.
