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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

20 000 bei VW-Betriebsversammlung erwartet

18.03.2019

Wolfsburg Für Volkswagen ist keine Ruhe in Sicht. Der angekündigte verschärfte Sparkurs mit einem weiteren Stellenabbau dürfte das bestimmende Thema bei der Betriebsversammlung am Mittwoch in Wolfsburg sein. Aus Kreisen des Betriebsrates heißt es, dass wegen der aktuellen Lage bis zu 20 000 Mitarbeiter teilnehmen werden.

Es wird erwartet, dass sowohl Konzernchef Herbert Diess als auch Betriebsratsboss Bernd Osterloh zur Belegschaft sprechen werden. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der Konzern angesichts der geplanten Milliarden-Investitionen in E-Mobilität und Digitalisierung seinen Sparkurs bei der Kernmarke VW Pkw weiter verschärft und in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen wegfallen sollen. Der neue Personalvorstand Gunnar Kilian kündigte an, dass es Gespräche mit dem Betriebsrat geben werde, bei denen die Auswirkungen Bereich für Bereich erarbeitet würden.

Betriebsratschef Osterloh reagierte aber verärgert auf die Ankündigung. „Ehe der Betriebsrat in Gespräche mit dem Vorstand einsteigt, wollen wir Antworten auf unsere Fragen hören“, sagte er. Der Vorstand sei bisher nicht in der Lage gewesen, die Größenordnung von bis zu 7000 Stellen zu erläutern. Er sprach von Managementfehlern. Als Beispiel nannte er Milliardenverluste wegen des neuen Abgastests WLTP, die nicht die Belegschaft zu verantworten habe.

Bereits im Herbst 2016 hatte VW bei der Marke mit der Arbeitnehmerseite ein großes Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft und den weltweiten Abbau von 30 000 Stellen vorsieht. „Dass in den letzten Tagen darüber hinaus über einen weiteren Arbeitsplatzabbau bei Volkswagen öffentlich diskutiert wurde, bevor es auch nur substanzielle und intern abgestimmte Planungen gibt, halte ich für einen Fehler“, kritisierte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der als Regierungschef des Anteilseigners Niedersachsen im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt.

Von den Kürzungsplänen ist vor allem der Volkswagen-Hauptstandort Wolfsburg betroffen.

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