WüSTING - Klaus Friedrich war am Sonntagnachmittag ein überaus gefragter Mann aus gutem Grund: Er verteilte am Stand des Bürgervereins Wüsting im Wüstenlander Hof Freikarten für Karussellfahrten und Ponyreiten. Und von diesem Angebot machten die jungen Besucher des Weihnachtsmarktes regen Gebrauch. Noch höher im Kurs als Klaus Friedrich stand bei den Kleinen zweifelsohne der Weihnachtsmann. Davon, dass sich unter der roten Kutte und dem weißen Bart gar kein Mann, sondern eine Frau verbarg, ließen sich die Kinder nicht beirren. Ulrike Boumann, die kurzerhand für den eigentlich engagierten Gabenbringer einsprang, intonierte derart überzeugend ihr Ho, Ho, Ho, dass den meisten Kindern nichts auffiel. Artig bedankten sie sich für die süßen Tüten, die Ulrike Boumann von einer Ponykutsche des Reit- und Fahrvereins Holle-Wüsting aus verteilte.
Mit der Resonanz auf den Weihnachtsmarkt zeigte sich der Bürgerverein zufrieden: Es ist sehr gut gelaufen, bilanzierte der stellvertretende Vorsitzende Friedolf Evers. Die Anordnung der geschmückten Buden und Stände auf dem Festplatz sorgte für eine gemütliche Atmosphäre.
Andrang herrschte auch im Saal des Wüstenlander Hofes, dort war ein Hobbykunst-Basar aufgebaut. Präsentiert wurden liebevoll gefertigte kleine Kunstwerke, die man so nicht überall zu kaufen bekommt. Besonders originell waren Herbert Bieses Nistkästen für den Garten, die aussehen wie kleine Villen. Auch der Förderverein der Grundschule Wüsting war mit einem Stand vertreten.
Auf großes Interesse stieß eine von Siegfried Hoffmann zusammengestellte Bilderausstellung, die alte und neue Ansichten Wüstings präsentierte. Ältestes Exemplar war ein 1903 erstelltes Foto der Molkerei, die jüngste, aber gleichwohl historische Aufnahme zeigt den Abriss des Hofes Pieper im Jahr 2006.
Einen guten Griff tat der Bürgerverein mit Märchenerzähler Thomas Mucha: Er faszinierte mit seinen Geschichten etwa 30 Kinder und Erwachsene.
Ebenfalls zum Gelingen der Veranstaltung trug der Schützenverein bei er bot Schießen mit dem Infrarotgewehr an. Dafür, dass am Weihnachtsmarkt niemand vorbei konnte, sorgte die Landjugend Oberhausen: Sie platzierte am Eingang einen Riesen-Nikolaus aus Strohballen.
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