WüSTING - Hudes Wirtschaftsförderer Roland Arndt hat am Mittwoch das letzte noch verfügbare Grundstück im Wüstinger Neubaugebiet an den Mann gebracht. Ein Bauherr in spe aus dem Ort Wüsting hat sich die 762 Quadratmeter große Parzelle gesichert. Seit dem Jahr 2005 konnten damit rund 100 Grundstücke im Bebauungsplan Nr. 74 (An der Bahn/Hauptstraße/An der Schule) vergeben werden.
Vom Tempo der Entwicklung zeigt sich auch Arndt überrascht: Wir haben in diesem und im vergangenen Jahr einen regelrechten Boom erlebt. Die Gemeindeverwaltung war davon ausgegangen, dass Ende 2012 alle Flächen vermarktet sein würden. Nun ist dies schon Mitte April der Fall. Alle 14 Grundstücke im vierten Bauabschnitt, mit dessen Erschließung erst im September 2011 begonnen wurde, sind vergeben. 13 sind bereits verkauft, auf eine restliche Parzelle hat sich ein Interessent eine Option einräumen lassen. Wenn er die nicht zieht, kommt der nächste an die Reihe, verweist Arndt auf eine Warteliste mit Bauwilligen. Hinzu kommen vier Grundstücke im vorderen Bereich des vierten Abschnitts in der Nachbarschaft der geplanten Seniorenwohnanlage, die fest reserviert sind, aber erst dann verkauft werden, wenn die Planstraße Lange Wisch fertig ist.
Der Run auf die Grundstücke hat dazu geführt, dass die sieben noch übrig gebliebenen Grundstücke aus den ersten drei Bauabschnitten in diesem Jahr ebenfalls verkauft werden konnten. Nachdem wir den Bewuchs im Bereich am alten Sportplatz ein bisschen ausgelichtet hatten, klingelte das Telefon ohne Ende, berichtet Roland Arndt. So stammt die am Mittwoch vergebene Fläche noch aus dem zweiten Bauabschnitt.
Zum Vermarktungserfolg beigetragen hat zum einen die günstige Zinssituation, zum anderen die gute Infrastruktur Wüstings mit Bahnanbindung, Supermarkt, Sportverein, Grundschule, Bücherei, Kindergarten und Ärzten. Die im Vergleich zu Oldenburg günstigen Preise haben viele Familien angelockt. Der Grundpreis liegt bei 70,50 Euro pro Quadratmeter. Familien mit Kindern bekommen eine Ermäßigung von zwei Euro bei einem, fünf Euro bei zwei und acht Euro ab drei Kindern. Die Zahl der Oldenburger unter den Bauherren sei von Jahr zu Jahr gewachsen, weiß Arndt. Mittlerweile liege sie bei 40 Prozent. Weitere 40 Prozent kommen aus Hude und Wüsting, die restlichen 20 Prozent aus Umlandgemeinden wie Ganderkesee und Berne.
Arndt möchte der Erfolgsgeschichte gerne weitere Kapitel hinzufügen. Der Flächennutzungsplan enthält Erweiterungsoptionen in Richtung Süden bis zum Klosterkiel. Erste Gespräche mit Eigentümern sind geführt worden im Mai soll darüber im nicht-öffentlichen Teil des Wirtschaftsausschusses berichtet werden. Das Problem: Erst 2013 stehen wieder Haushaltsmittel für den Ankauf von Flächen zur Verfügung. Für Arndt wäre es wünschenswert, eventuell über einen Nachtragshaushalt noch in diesem Jahr in den Grunderwerb einsteigen zu können: Die Nachfrage gibt das her.
