WüSTING - Regional, mittelständisch und solide – so präsentierte sich die Volksbank Ganderkesee-Hude am Dienstagabend in Wüsting auf ihrer Vertreterversammlung. „Wir sind mit dem Geschäftsjahr mehr als zufrieden“, bilanzierten die Vorstandsmitglieder Jürgen von Seggern und Jürgen Kikker vor rund 160 Vertretern und Gästen. Das regionale Geschäftsmodell habe sich in den Nachwirkungen der Finanzmarktkrise bewährt.

Das bestätigten die Zahlen, die Kikker für 2009 vorlegte: Die Bilanzsumme ist um 6,6 Prozent (rund 20 Millionen Euro) auf etwa 319 Millionen Euro gestiegen. Dies sei u. a. auf die gewachsenen Kundeneinlagen zurückzuführen, die sich um sieben Millionen Euro auf 222 Millionen Euro erhöht haben. Das betreute Kundenvolumen stieg insgesamt um 2,4 Prozent auf 647 Millionen Euro. „Eine Kreditklemme gibt es bei uns nicht“, betonte Kikker. Das deutliche Wachstum im Kreditgeschäft habe insbesondere mit Finanzierungen im Zusammenhang mit Investitionen in alternative Energieformen zu tun. „Das ist der Renner“, so Kikker. Auch in der Landwirtschaft nehme die Investitionsbereitschaft wieder zu.

Die Ergebnisentwicklung in 2009 bezeichnete der Vorstand als „gut“. Das Betriebsergebnis stellte sich mit 2,9 Millionen Euro deutlich besser als im Vorjahr dar, das Eigenkapital konnte um 900 000 Euro auf rund 19,3 Millionen Euro gesteigert werden. Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 527 000 Euro (im Vorjahr 285 000 Euro) zahlt die Bank ihren 9553 Mitgliedern eine Dividende von 5,25 Prozent auf ihre Geschäftsguthaben. Das entspricht einem Betrag von 284 000 Euro. Die Versammlung stimmte dem Jahresabschluss und der Gewinnverwendung einhellig zu. Vorstand und Aufsichtsrat wurden ebenso einstimmig entlastet. Fürs aktuelle Geschäftsjahr erwartet die Bank eine ähnlich erfreuliche Entwicklung: „Wir spüren den Aufschwung“, sagte Jürgen Kikker.

Kritik übte sein Vorstandskollege Jürgen von Seggern an den gesetzlichen Rahmenbedingungen: Eine „immer größere Regulierungswut mit ständig neuen Auflagen“ mache den Banken das Leben nicht leichter. Für von Seggern ist zweifelhaft, ob dabei stets „wirklicher Verbraucherschutz“ im Vordergrund steht.

in Diensten der Volksbank scheidet Vorstandsmitglied Jürgen von Seggern zum 30. Oktober aus. Sein Vorstandsamt hatte er 1981 als 31-Jähriger angetreten.


ist Oliver Frey aus Apen. Der 35-Jährige wird ab dem 1. September zusammen mit Jürgen Kikker die Geschäfte der Volksbank Ganderkesee-Hude führen. Frey nimmt derzeit Führungsaufgabe bei der Volksbank Nordharz wahr. Im Bewerbungsverfahren hat er sich unter 50 Kandidaten durchgesetzt. Er wird sich in Bergedorf niederlassen.

wird auf sechs Personen verkleinert: Aus dem Gremium wurden Ursula Stöber (Ganderkesee) und Rolf Wenke (Köterende) verabschiedet. Vorsitzender Klaus Poppe bedankte sich für ihr langjähriges Engagement. Neu in den Aufsichtsrat rückt Marlies Rodiek aus Ganderkesee. Klaus Poppe wurde wiedergewählt.