WüSTING - Viel zu entdecken gab es für die Besucher des 30. Geburtstags des kommunalen Kindergartens Wüsting. Am Freitagnachmittag wurde in der Tagesstätte nach allen Regeln der Kunst gefeiert. In allen Räumen konnten die Kinder rund ums Thema „Steine“ spielen und basteln.

Die Elternvertreter hatten sich richtig ins Zeug gelegt, und für die zahlreich hereinströmenden Gäste ein reiches Kuchen-Buffet angerichtet. Das interessierte die jungen Besucher angesichts der für sie aufgebauten Spielwiese aber nur wenig. Sofort stürzten sie sich auf die Goldsuche im Sand, ließen sich schminken oder ertasteten die „Geschichte vom kleinen Stein“ in geheimnisvoll präparierten Papp-Boxen.

1980 war der zweigruppige Kindergarten mit jeweils 20 Kindern eröffnet worden. „Heute sind bei uns 75 Kinder im Kindergarten und 15 in der Krippe angemeldet“, sagte die stellvertretende Leiterin, Anja Gloystein. 1995 war aufgrund des gestiegenen Bedarfs angebaut worden: Eine Turnhalle, ein neuer Küchenbereich und eine Cafeteria entstanden im Zuge der Maßnahme. 2001 wurden zwei Wintergärten sowie neue Zimmer für Mitarbeiter und Leiterin geschaffen. Im Januar 2008 wurden die Kindergärten Wüsting und Altmoorhausen zusammengelegt, so dass insgesamt 136 Plätze zur Verfügung stehen.

Für die Zukunft sieht Leiterin Jutta Onkes grünes Licht: „Ich kann jedenfalls keinen Rückgang bemerken, wir sind immer gut belegt“, sagte sie. Die Eltern schätzen vor allem das Konzept der offenen Struktur an ihrem Kindergarten. „Bei uns können sich die Kinder entscheiden, was sie machen wollen. In verschiedenen Räumen können sie entweder Basteln, Bauen oder auch einfach mal ihre Ruhe haben. Wir achten aber darauf, dass sich die Kinder nicht nur in einem Zimmer aufhalten“, erklärte Onkes.

Die zwölf Mitarbeiterinnen hatten sich für die Feier ins Zeug gelegt. Von Ball-filzen über Mosaik-legen bis zur Gestaltung von Steinen konnten sich alle frei entfalten. Timon und Tobi sind mit acht Jahren eigentlich schon zu alt für den Kindergarten, kamen aber trotzdem gerne zum gratulieren vorbei. „Das Jakkolo Spiel macht am meisten Spaß“, sagt Timon. Das Programm lief bis in die Abendstunden – und die Steine durften die Kinder natürlich am Ende mit nach Hause nehmen.