WüSTING - Der Bahnübergang Hauptstraße in Wüsting wird auf lange Sicht nicht sicherer werden. „Die Umgestaltung ist bautechnisch sehr umfangreich und mit hohen Kosten verbunden“, teilte der Landkreis jetzt in einem Schreiben an den Bürgerverein mit. Entsprechende Haushaltsmittel stünden derzeit beim Kreis nicht zur Verfügung. Aus Sicht der Bahn bestehe keine zwingende Notwendigkeit, den Übergang umzugestalten, heißt es.
Für den stellvertretenden Vorsitzenden des Bürgervereins Wüsting, Friedolf Evers, steht unterdessen fest: „Die Lösung der eklatanten Sicherheitsfrage am Bahnübergang darf nicht am Geld scheitern.“ Wie berichtet, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen beim Rechtsabbiegen von der Bahnhofstraße auf die Hauptstraße in Richtung Bahnübergang. Bei einem Ortstermin im September 2007 hatten sich die Teilnehmer darauf verständigt, die Schranken so zu verbreitern, dass auch große Fahrzeuge ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer die Kreuzung passieren können.
„Alles was der Landkreis dem Bürgerverein mitteilt, ist nichts Neues und war bereits im September 2007 bekannt und diskutiert worden“, ärgert sich Evers über das Antwortschreiben aus Wildeshausen. Die Behauptung der Bahn, die Umgestaltung sei nicht notwendig, bezeichnet er als völlig haltlos. „Wie sich alle Beteiligten bei der Ortsbesichtigung – auch der Vertreter der Bahn – überzeugen konnten, besteht schnellster, dringender Bedarf, den Gefahrenpunkt zu beseitigen.“
Der Landkreis teilte dem Bürgerverein nun mit, zeitnah die notwendigen Gespräche mit der Bahn führen zu wollen. „Genau um das zu tun, hatte der Bürgerverein am 4. September 2007 zu dem Ortstermin in Wüsting eingeladen“, moniert Evers und zweifelt an, dass überhaupt versucht wurde, damals eine gemeinsame Absichtserklärung zu verfassen.
An dem Termin hatten neben Landrat Frank Eger auch Werner Koch, Fachplaner für Bahnübergänge bei der DB Netz AG, und Gernot Kuhlmann von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr teilgenommen. Erst kürzlich informierte sich CDU-Landtagsabgeordneter Ansgar Focke vor Ort, um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen.
Fest steht nach Auskunft des Landkreises, dass die Umgestaltung nicht bei der Ausbauplanung der Kreisstraße 348 berücksichtigt werden kann. Vor zwei Jahren noch war 2010/2011 als Zeithorizont genannt worden.
