Wüsting - Seit mehr als zehn Jahren kämpfen die Wüstinger um eine Verbesserung der gerade für Radfahrer und Fußgänger sehr gefährlichen Situation am Bahnübergang Hauptstraße/Bahnhofstraße. Wenn große Fahrzeuge hier aus der Bahnhofstraße in Richtung Altmoorhausen um die Kurve fahren, wird auch schon schnell mal ein Leitpfosten umgelegt. Diese Leitpfosten sind die einzige Abgrenzung zum Rad- und Fußweg. Wer nicht aufpasst als Fußgänger, muss riskieren, dass man ihm über die Füße fährt.
„Dieses Nadelöhr ist ein schlechter Witz“, sagt dazu Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew. Der zwischen Bahn, Landkreis und Gemeinde besprochene separate kleine Übergang für Fuß- und Radfahrer hätte längst umgesetzt sein müssen. Passiert ist aber nichts. Und weil die Bahn jetzt auf die Idee gekommen ist, dass man den Übergang mit seiner nicht mehr taufrischen Technik komplett neu überplanen muss, könnten laut Lebedinzew zehn bis 15 weitere Jahre ins Land ziehen.
Man wolle weiter nach einer schnelleren baulichen Lösung suchen. Kurzfristig sollte es aber möglich sein, zumindest einen Teil des Schwerverkehrs aus diesem Bereich zu verbannen. Es gibt zunehmend Klagen aus der Bevölkerung, dass große Lkw über Neuenweger Reihe, Bahnhofstraße und Hauptstraße Richtung Altmoorhausen und umgekehrt fahren, obwohl sie kein Ziel im Ort haben und vielleicht nur die Autobahnmaut durch die Abkürzung zwischen Oldenburg-Hafen und Auffahrt Hatten sparen wollen, so eine Vermutung. Die Gemeinde will deshalb versuchen, beim Landkreis ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen zu erreichen.
Diese Laster sollen von Altmoorhausen über Lintel und Freiherr-von-Münnich-Straße/Hauptstraße zur Holler Landstraße bzw. umgekehrt geführt werden, so die Idee. Der Bürgermeister hofft, aber, das die Brummis dann in der Regel auf der Autobahn 29/28 bleiben, wo sie seiner Ansicht nach hingehören. Er ist überzeugt, dass man mit einer Sperrung der Wüstinger Ortsdurchfahrt für den Lkw-Durchgangsverkehr schon ab Einmündung Bremer Straße in Altmoorhausen bzw. Einmündung Holler Landstraße/Neuenweger Reihe „keinem weh tut“. Für den innerörtlichen Schwerverkehr und Traktoren könne man Ausnahmen regeln. Er hofft, dass der Landkreis als Verkehrsbehörde dem von der Gemeinde vorgelegten Vorschlag etwas abgewinnen kann.
