WüSTING - Schuhe hat Frau zuviel, Schirme auch, da waren sich die über 60 Zuhörerinnen einig, die Dienstagabend dem Vortrag „Raus damit – Entrümpeln befreit“ lauschten. Mit diesem Vortragsabend eröffnete der Landfrauenverein Wüsting die Veranstaltungsreihe für dieses Jahr, Vorsitzende Imka Claußen freute sich über das große Interesse an diesem Thema.
Die Referentin Christiane Heeren vom Landwirtschaftsamt begann ihre Ausführungen damit, dass sie die Zuhörerinnen mit Zahlen und Fakten verblüffte. Denn laut Untersuchungen besitzt jeder durchschnittliche Bürger unseres Kulturkreises zwischen 20 000 bis 30 000 Teile. Was von dieser Unmenge an Gegenständen überflüssig ist oder was davon wirklich benötigt wird, bringt das Ergebnis einer Studie zu diesem Thema auf den Punkt: wirklich brauchen tut man nur die Dinge, die das Leben erleichtern oder die, die sehr schön sind.
Nun ist nicht alles andere automatisch „Gerümpel“, aber ein jeder hat in seinem Haus genügend Krimskrams und Krempel, der Platz wegnimmt und den man bei genauerer Betrachtung eigentlich gar nicht mehr braucht. Die Referentin definierte mit den Zuhörerinnen im ersten Schritt den Begriff „Ordnung“ – was ist für mich Ordnung, wie fühle ich mich wohl – im zweiten Schritt den Begriff „Gerümpel“.
Sie stöberte mit den amüsierten Frauen in den Ecken hinter den Türen, spürte gemeinsam mit den Zuhörerinnen die „Ich-weiß-nicht-wohin-damit-Schubladen“ auf und ging mit ihnen gedanklich gemeinsam ihre Kellerräume durch.
Im Anschluss erläuterte sie verschiedene Vorgehensweisen und gab praktische Ratschläge mit auf den Weg, wie man es schafft, mit System auszumisten und danach gerümpelfrei oder wenigstens -arm zu bleiben. Ein einfacher und doch so wirksamer Tipp: „Entrümpeln Sie im voraus. Gleich beim Einkaufen.“ Wer vor dem Kauf eines Gegenstandes in die Überlegung gleich die Frage „Wo bewahre ich diesen Gegenstand auf, wenn ich ihn nicht brauche?“ einbezieht, vermeidet oft schon die Anschaffung von Krimskrams.
