Westerstede - Es war der Optikermeister Wilfried Bruns, der die Wunschschein-Idee vor zehn Jahren mit nach Westerstede brachte und als damaliges Vorstandsmitglied des Wirtschaftsforums auch binnen kurzer Zeit umsetzte. Seitdem ist dieses Gutscheinmodell eine einzige Erfolgsstory. Seit 2005 wurden bislang mehr als 70 000 Wunschscheine als Geschenk mit einem Wert von über 1,7 Millionen Euro verkauft. „Das ist ein tolles Ergebnis. Wir sind Wilfried Bruns für dessen Idee sehr dankbar“, unterstrich der Vorsitzende des Wirtschaftsforums Westerstede, Arndt Henken.
Auch im vergangenen Jahr bewegte sich das ungewöhnliche „Westersteder Mitbringsel“ nur in eine Richtung: nach oben. 2014 wurden nach den bisherigen Berechnungen des Wirtschaftsforums mehr als 10 000 Wunschscheine im Gesamtwert von 247 880 Euro gekauft.
Kaufen heißt aber nicht automatisch, dass das Gutscheingeschenk auch gleich eingelöst wird. „Es ist durchaus möglich, dass in einigen Haushalten noch Wunschscheine liegen, die bislang nicht benutzt wurden. Im letzten Weihnachtsgeschäft ging bei uns zum Beispiel ein Beleg aus dem Jahre 2008 ein. Daran hat sich dann wohl noch jemand erinnert“, erklärte Arndt Henken, Betreiber des Modehauses Henken an der Peterstraße.
Überzeugt von der Bruns-Idee zeigte sich in einem Pressegespräch auch Helmut Ahrens, Veranstaltungskoordinator des Wirtschaftsforums. „Erstens bleibt das damit umgesetzte Geld komplett in Westerstede und zweitens kann man mit einem Wunschschein als Geschenk nichts falsch machen“, argumentierte Ahrens.
Zu haben sind die Wunschscheine, deren Bearbeitung ehrenamtlich erfolgt, bei den drei Westersteder Geldinstituten sowie bei der Touristik im Rathaus. In über 100 Betrieben werden sie akzeptiert.
