Jever - Die Anzahl der Menschen, die ihren eigenen Lebensunterhalt nicht decken können, konnte 2014 reduziert werden. Das teilte Andreas Bruns vom Jobcenter Friesland im Jobcenter-Ausschuss des Kreistags mit. Während 2013 noch durchschnittlich 6066 Personen betreut wurden, waren es im vergangenen Jahr 6014 Menschen.
Die Ausgaben für die Leistungen zum Lebensunterhalt beliefen sich 2014 auf rund 13,7 Millionen Euro. Das sind rund 190 000 Euro mehr als 2013. Dennoch liegt die Summe unterhalb der geplanten Ausgaben: Geplant waren Mehrausgaben von 3,9 Prozent, tatsächlich waren es nur 1,4 Prozent. Auch die Ausgaben für Unterkunft und Heizung wurden reduziert: Von 12, 717 Millionen Euro um 121 920 Euro.
Ziele erreicht
Auch die Ziele zur Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit sowie das Vermeiden von langfristigem Leistungsbezug wurden laut Bruns erfüllt: Die Integrationsquote (32,6 Prozent) entspricht einer Gesamtzahl von 1378 Menschen. Die Zahl der so genannten Langleistungsbezieher, also Langzeitarbeitslose, wurde 2014 um 46 reduziert.
Zwar sei es noch zu früh für Prognosen, so Bruns. Doch bisher seien die drei Ziele auch für das erste Quartal erfüllt. Die Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt beträgt bis Februar vorläufig 2, 264 Mio. Euro – ein Rückgang um fünf Prozent gegenüber 2014. Zudem wurden bis Februar 134 Menschen in Jobs gebracht. Der durchschnittliche Bestand an Langzeitarbeitslosen beträgt im Februar 2598 (-3,7 Prozent) „Das ist weit über dem, was wir uns vorgenommen haben“, so Bruns.
41 Mio. Euro Gesamtetat
Zudem ging er auf die Haushaltsentwicklung ein: Das Jobcenter Friesland verwaltet 2015 eine Gesamtsumme von etwa 41 Millionen Euro. Der Großteil dieser Summe, etwa 32,9 Mio. Euro, gilt den Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. Die übrigen 8,1 Millionen Euro entstehen für Ausgaben im Bereich der Leistungen zur Eingliederung in Arbeit sowie Verwaltungskosten.
Bis zum 31. März beliefen sich die Gesamtausgaben auf 10, 236 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 8 , 017 Mio. Euro, Friesland trägt 2, 219 Millionen Euro.
Für die Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe fließe der größte Teil der Ausgaben in den Schulbedarf, erklärte Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch. Für SGB II entspreche das 126 300 Euro. Die Ausgaben für Ausflüge und Klassenfahrten belaufe sich dabei auf 89 900 Euro.
