Hannover - Die Zahl der Hochbetagten in Niedersachsen wird in den kommenden Jahrzehnten dramatisch steigen. Damit kommen auf Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen neue Anforderungen zu. Der Anteil der über 80-Jährigen an der Gesamtbevölkerung lag 1970 noch bei zwei Prozent. Inzwischen ist er auf mehr als fünf Prozent gestiegen. Bis 2030 wird er nach einer Prognose des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) in Hannover auf 8,5 Prozent klettern. Bis 2060 wird er sich demnach sogar auf 13,8 Prozent erhöhen.

Dies ist nach Einschätzung des LSKN deshalb von Bedeutung, weil Hochbetagte eine größere Unterstützung als jüngere Senioren benötigen. Sie können sich häufiger nicht mehr oder nur noch eingeschränkt selbst helfen. Da Hochbetagte durchschnittlich häufiger krank sind, müssten die Kapazitäten der Krankenhäusern zunehmend an den Bedarf Älterer ausgerichtet werden. Insgesamt werde sich die Zahl der jährlichen Klinikaufenthalte in Niedersachsen von derzeit gut 1,6 Millionen auf knapp 1,8 Millionen erhöhen.

Auch auf die Pflegeeinrichtungen kommt mehr Arbeit zu. Die Anzahl der Pflegebedürftigen werde von derzeit rund 256 000 auf etwa 350 000 im Jahr 2030 steigen, hat das LSKN errechnet. Dabei werde alleine der Anteil der hochbetagten Pflegebedürftigen um gut 60 Prozent auf fast 230 000 wachsen.