Wildeshausen - Im Büro von Doris Hansen türmen sich derzeit Kartons mit Zahnbürsten und medizinischem Zubehör. „Wir haben eifrig gesammelt für unsere Reise auf die Philippinen“, verrät die Wildeshauserin. Gemeinsam mit ihrem Mann, Zahnarzt Carsten Hansen, wird sie vom 7. September bis zum 5. Oktober in den Ort Bugko auf die Insel Samar reisen, um dort den Menschen eine zahnmedizinische Behandlung zu ermöglichen, die sie sich sonst nicht leisten können.
„Wir sind über unseren Bekannten Kalle kleine Holthaus, der sich seit langem auf den Philippinen engagiert, auf die Idee gekommen, im dortigen Medical-Center mitzuhelfen“, erzählt Hansen. Zusammen mit Ehefrau Doris nahm er Kontakt zu Sabine Korth auf, einer Krankenschwester aus Deutschland, die das Medical-Center aufgebaut hat.
Die Hansens hoffen, dass ihnen pro Person 30 Kilo Sondergepäck bewilligt werden. Den Rest der zahlreichen Spenden, die sie von 35 angeschriebenen Dentallieferanten bekommen haben, werden sie zum Verein „Mabuhay – Hilfe zum Leben e.V.“ nach Bonn bringen. „Das ist auch die richtige Adresse für alle Wildeshauser, die das Hilfsprojekt auf den Philippinen unterstützen wollen“, erklärt Doris Hansen.
Die Bevölkerung in Bugko ist per Mundpropaganda schon auf ihre Ankunft vorbereitet worden. „Die Patienten nehmen Entfernungen bis zu 100 Kilometer auf sich, um eine Behandlung zu bekommen“, weiß Hansen aus Berichten eines deutschen Kollegen, der regelmäßig vor Ort ist und Prophylaxe betreibt. „Wenn jemand tagsüber nicht drankommt, übernachtet er in der dortigen Kirche und versucht es am nächsten Tag“, ergänzt Doris Hansen.
Geschlossen bleibt die Zahnarztpraxis während Hansens Abwesenheit übrigens nicht, da seine Kollegin weiterhin ihren Dienst versieht. Die Resonanz seiner Patienten auf die etwas anderen Urlaubspläne sei sehr positiv gewesen, freut sich der Wildeshauser. Nach ihrer Rückkehr wollen Carsten und Doris Hansen ausführlich über ihren Auslandseinsatz Bericht erstatten.
