Edewecht - Der Garten einer Edewechterin hat seit einigen Wochen zwei neue Bewohner. Mit einem lauten Grunzen und neugierigem Schnüffeln begrüßen Pünktchen und Anton jeden Gast in ihrem grünen Spielparadies.

„Sie sind die ersten Mikroschweine im Ammerland und seit Wochen die neuen Stars bei uns zu Hause“, lacht Désirée Spieker, während sie ihre jungen Mikroschweine mit Rosinen füttert. „Ihre absolute Lieblingsspeise“, erklärt sie und fügt hinzu: „Damit kann man sie für alles begeistern.“ Das ist auch wichtig, erweisen sich die vier Monate alten Geschöpfe doch bereits in diesem jungen Alter zuweilen als äußerst starrköpfig. „Sie haben den Willen einer Katze und sind so verspielt und zutraulich wie ein Hund“, beschreibt die Edewechterin ihre Tiere.

Gerade im Ferkelalter sei daher auf eine gute Erziehung zu achten, um sie an ein Leben mit Menschen zu gewöhnen. Denn anders als die Rassebezeichnung „Mikroschweine“ vermuten lässt, bleiben die Schweine nicht klein. „Sie werden bis zu 30 Zentimeter groß und können ein Gewicht zwischen 30 und 40 Kilogramm erreichen“, so Spieker.

Während es in Deutschland bislang kaum Züchter für die grunzenden Zeitgenossen gibt, sind sie in den USA seit vielen Jahren beliebte Haustiere. Die Tierliebe vieler US-Amerikaner halte allerdings nur ein Jahr an, erklärt die junge Edewechterin. „Wenn die Schweine nach einem Jahr zu Dreiviertel ausgewachsen sind, stehen viele Tierhalter vor einem großen Problem. Dann haben sie eben nicht mehr so ein niedliches kleines Wesen, sondern ein größeres Tier, das natürlich nicht mehr in einem kleinen Garten oder einer Wohnung gehalten werden kann. Oftmals werden auch Schweine angeboten, bei denen es sich nicht um solche kleinwüchsigen Rassen handelt.“

Von einer Haltung in der Wohnung rät Spieker grundsätzlich ab: „Die Tiere brauchen viel Auslauf und Beschäftigung. Insbesondere buddeln sie gerne im Matsch und lieben es, zwischendurch auch einmal ins Wasser zu springen und etwas zu planschen.“ Auch an die Fütterung stellen die gelehrigen Vierbeiner hohe Anforderungen. Ausgewogen solle das tägliche Nahrungsangebot sein. Mit viel frischem Obst und Gemüse, betont die Edewechterin.


„Pünktchen und Anton erfordern schon einiges an Aufwand“, gibt sie zu, „Das ist aber alles vergessen, wenn sie zum Schmusen und Spielen kommen.“