Cloppenburg - Verbrauchern zeigen, dass das Lebensmittel Fleisch, besonders wenn es von Rindern und Schweinen kommt, wertvoll ist. Das gilt besonders in Zeiten kontrovers geführter Diskussionen. Dieses Ziel hat sich der Mitte Dezember 2016 in Bühren gegründete und inzwischen an der Lange Straße 71 in Cloppenburg ansässige, genossenschaftlich organisierte Verein „Land.Schafft.Werte“ auf die Fahnen geschrieben. Vorgestellt hat sich der Verein am Dienstag bei einem Pressegespräch.
Fragen beantworten
Erreicht werden soll es durch Kommunikation auf emotionale Weise und über das Oldenburger Münsterland hinaus, um Antworten auf offene Fragen zu geben. Dazu dienen traditionelle Kanäle ebenso wie neue Medien oder in einem späteren Stadium z.B. Verbrauchermessen. Dort soll der Verein etwa mit einem Stand für den „Rotfleischbereich“ Flagge zeigen. Nach einer Anlaufphase ist angepeilt, dass sich die Reichweite über den heimischen Raum hinaus mindestens auf Niedersachsen erstreckt. In diesem Zusammenhang haben die Verantwortlichen auch Großstädte ins Auge gefasst.
Die fünfköpfige Führungsriege leitet Josef Hempen als Vorsitzender. Ein Beirat mit jeweils einem Mitglied pro vertretener Berufsgruppe übt Kontrollfunktionen aus. Hinzu kommt eine Mitgliederversammlung. Die Geschäfte führt Christoph Hüsing (28). Dabei unterstützen ihn Carolin Bunsen (27) für den Bereich Medien und Organisation sowie Simon Lütkenhaus (29) als Wissenschaftsreferent. Alle drei verfügen beruflich oder privat über langjährige Verbindungen zur Landwirtschaft.
Der Zusammenschluss sieht sich, betont Hüsing, nicht als Ersatz oder Ergänzung bestehender Interessenvertretungen. Im Blick hat er dabei das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland in Vechta oder die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands in Damme. Vielmehr sollen mit beiden Vereinigungen möglichst viele Synergien erreicht und Berührungsängste vermieden werden.
Interessen vertreten
Aktuell stehen hinter „Land.Schafft.Werte.“ 32 Unternehmen. Sie repräsentieren ein breites Spektrum unterschiedlicher Branchen, von Futtermittelherstellern bis hin zu Tierzuchtbetrieben, Stalleinrichtern, fleischverarbeitenden Betrieben und Herstellern von Tierarzneimitteln. Vertreten sind auch landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaften.
Zum Jahresende erwartet Hüsing einen Anstieg der Mitgliederzahl auf 60 bis 80 Unternehmen, allesamt „aus der fleischbezogenen Wertschöpfungskette sowie den zu ihr gehörenden Berufsgruppen“. Für sie versteht sich der Verein als ein Sprachrohr, unterstreicht Hüsing.
